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Göttingen Internationele Konferenz zum 60. von Prof. Samuel J. Patterson
Campus Göttingen Internationele Konferenz zum 60. von Prof. Samuel J. Patterson
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16:39 15.07.2014
Prof. Samuel J. Patterson
Prof. Samuel J. Patterson Quelle: EF
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Göttingen

Als Referenten der Konferenz konnten Experten unter anderem aus den USA, Großbritannien und Israel gewonnen werden. Unter ihnen ist Emeritus Prof. Alan Beardon, Doktorvater von Patterson an der britischen Universität Cambridge.

Patterson wurde 1948 in Belfast (Nordirland) geboren. Er studierte an der Universität Cambridge, wo er 1974 mit einer Arbeit zur Zahlentheorie promoviert wurde. Zu seinen wissenschaftlichen Lehrern gehörten in dieser Zeit führende Zahlentheoretiker Englands, darunter Sir Peter Swinnerton-Dyer.

Nach seiner Promotion befasste sich Patterson mit der sogenannten Spektraltheorie Fuchs’scher Gruppen. Ein zentrales Objekt darin wurde später auch nach ihm benannt: das Patterson-Sullivan-Maß.

An der Universität Göttingen begann er, zur Spektraltheorie von offenen hyperbolischen Mannigfaltigkeiten zu forschen und knüpfte damit an Arbeiten der Göttinger Mathematiker Carl Friedrich Gauß (1777-1855) und Bernhard Riemann (1826-1866) an. Später formulierte er eine Gruppe zentraler Vermutungen in diesem Gebiet, die zunächst als überraschend galten und dann von Fachkollegen bewiesen wurden.

Beweis zu Gauß-Summen

Im Jahr 1976 kehrte er nach Cambridge zurück und wechselte drei Jahre später an die Harvard University (USA). Unter Verwendung der neu eingeführten kubischen Thetafunktionen gelang es ihm, eine berühmte Vermutung über Gauß-Summen zu beweisen, die vor mehr als 100 Jahren aufgestellt worden war.

Im Alter von 32 Jahren wurde Patterson 1981 auf eine Professur an die Universität Göttingen berufen.

Forschungen über sogenannte metaplektische Funktionen, die er in den 70-er Jahren begann, begleiten sein wissenschaftliches Wirken bis heute. Bahnbrechende Ergebnisse erzielte Prof. Patterson unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Mathematiker Prof. David Kazhdan, der heute an der Hebrew University in Jerusalem (Israel) lehrt und forscht.

An der Universität Göttingen hat Prof. Patterson eine Vielzahl von Studierenden in die mathematische Forschung eingeführt; zudem betreut er im Institut die historische Sammlung mathematischer Modelle. Von 1988 bis 1995 war er Sprecher des Sonderforschungsbereichs „Geometrie und Analysis“; seit 1998 ist Prof. Patterson Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Über mehr als ein Jahrzehnt gab er das „Crelle’s Journal“ heraus.

Weitere Informationen finden Sie hier.

pug