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Campus Göttingen Jahresabschlussempfang der Uni Göttingen
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12:11 11.12.2017
Zuversichtlich: Uni-Präsidentin Prof. Ulrike Beisiegel schaut optimistisch auf die Exzellenzstrategie.
Zuversichtlich: Uni-Präsidentin Prof. Ulrike Beisiegel schaut optimistisch auf die Exzellenzstrategie. Quelle: Arne Bänsch
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Göttingen

Beim ersten Schritt in der neuen Runde der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder, initiert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFB), habe die Universität Göttingen „eine gute Quote erzielt“, so Beisiegel. Im Clusterwettbewerb hat die Universität sechs Projekte eingereicht und darf nun für vier Projekte Vollanträge stellen. Dies Projekte werden sieben Jahre lang mit 3-10 Millionen Euro pro Jahr gefördert.

Zu den Projekten gehören LUSci – Integrative Landnutzungswissenschaften für nachhaltige Entwicklung, Primatenkognition – Informationsintegration in einer komplexen sozialen Welt, Multiscale Bioimaging: Von molekularen Maschinen zu Netzwerken erregbarer Zellen und Konstruktionen des Religiösen. Sie freue sich besonders, dass mit dem Religionsthema auch ein gesellschaftswissenschaftlicher Bereich angenommen worden sei. Und dass die Erforschung der Religionen ein entscheidendes Thema sei, habe man in der vergangenen Zeit ja erleben können, sagte die Uni-Präsidentin

Jetzt arbeiten alle extrem hart an den Vollanträgen, so Beisiegel. „Natürlich möchten wir alle vier bewilligt bekommen. Drei wären toll. Zwei müssen es sein.“ Denn die Universitäten, die mindestens zwei Vollanträge bewilligt bekommen, können dann den Antrag stellen, Exzellenzuniversität zu werden. Und die Hochschulen, die in dieser Runde bestehen, werden mit 15 Millionen Euro pro Jahr gefördert. „Da sind wir ziemlich scharf drauf“, so Beisiegel ganz offen. Mit dem Göttingen Campus, zu dem neben der Universität und der Universitätsmedizin auch die fünf Max-Planck-Institute, das Deutsche Primatenzentrum, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die Akademie der Wissenschaften gehören, wolle man sich als starkes Bündnis bewerben.

Vom Punkte sammeln für das große Ziel sprach die Präsidentin in ihrem Rückblick. Und dazu gehören die Preise, mit denen die Wissenschaftler der Universität ausgezeichnet werden. Wie etwa Prof. Lutz Ackermann, der in diesem Jahr den Leibniz-Preis, den höchsten deutschen Forschungspreis, bekommen hat. Exemplarisch hob sie auch die Humboldt-Professur von Prof. Ran Hirschl hervor sowie den Klung-Wilhelmy-Preis für Prof. Claus Ropers.

Auch europäische Preise, die ERC-Grants, spielten für die Exzellenzinitiative eine große Rolle. Drei davon konnte die Universität 2017 sammeln. Bei der Zahl der Sonderforschungsbereiche sei die Göttinger Universität mit 11 auf dem dritten Platz in Deutschland. „Eine gute Zahl“, so Beisiegel.

Auch für die Umsetzung des Forum Wissen seien in dem zu Ende gehenden Jahr große Schritte gemacht worden, so Beisiegel. Im Oktober haben mit einem Baustellenfest offiziell die Arbeiten am Forum Wissen begonnen. Göttingens neues Wissensmuseum soll ab Ende 2019 alle 74 Teilsammlungen der Georg-August-Universität vereinen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Als Symbol für diese neue Sichtbarkeit tragen die Befürworter des zukünftigen Forums seit Sonntag eine blaue Brille. Zudem sei ein Graduiertenkolleg Wissen/ Ausstellen verwirklicht worden.

Große Teile der Sammlungen seien inzwischen digitalisiert und im neuen Sammlungsportal für alle Welt zugänglich, so Beisiegel. „Mega spannend“ sei die Suche darin. Einfach anklicken und jede Menge Infos bekommen. Rund 250 000 Objekte seien in dieser Sammlung auffindbar.

Von Christiane Böhm

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