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Göttingen „Jugend präsentiert“: Workshop im Göttinger Xlab informiert Lehrer
Campus Göttingen „Jugend präsentiert“: Workshop im Göttinger Xlab informiert Lehrer
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17:27 29.05.2014
Interesse für Naturwissenschaften wecken: Im Xlab (rechts) auf dem Nordcampus werden Kurse für Schüler und Lehrer angeboten.
Interesse für Naturwissenschaften wecken: Im Xlab (rechts) auf dem Nordcampus werden Kurse für Schüler und Lehrer angeboten. Quelle: Mehle
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Göttingen

Entsprechend groß ist das Interesse an den Workshops „Jugend präsentiert“, die die Klaus-Tschira-Stiftung seit Januar 2013 in ganz Deutschland anbietet.

Nun fand erstmals ein solcher Kurs im X-Lab, dem Göttinger Experimentallabor für junge Leute, statt. 29 Lehrer, die Naturwissenschaften unterrichten, reisten an.

„Ich habe bisher noch nie gehört, dass die Bewilligung der Fortbildung durch die Schulleitung ein Problem darstellt“, sagt Trainer Thomas Susanka. In der Regel geben die Lehrer das erworbene Wissen anschließend bei schulinternen Fortbildungen an Kollegen weiter. Die Materialien sind vom Seminar für Allgemeine Rhetorik in Tübingen ausgearbeitet worden, dem von Walter Jens aufgebauten Institut.

Fünf Module

Aus fünf Modulen setzt sich der Workshop zusammen. Es werden jeweils theoretische Hintergründe referiert und Hilfestellungen zur Vermittlung des Wissens gegeben. Anschließend gibt es Übungen.

In der ersten Lerneinheit befassen sich die Teilnehmer mit Rhetorik, die auf die jeweilige Situation abzustimmen ist. Im zweiten Modul geht es um das schlüssige Argumentieren, im dritten um die Anpassung von Sprache und Aufbau der Präsentation an das jeweilige Publikum.

Die Lehrer befassen sich mit dem Einsatz von Medien. Sie erstellen selbst einmal eine Präsentation mit der Software Preczy. Alternativ können sie ein Video drehen. Teilnehmer Paul Mühlenhoff, ein Lehrer des Göttinger Hainberg-Gymnasium und des X-Labs, hat damit bereits Erfahrungen gesammelt.

Fünfminütige Erklärvideos

„Fast alle Schüler haben heute Smartphones, die über sehr gute Kameras und nicht so gute Tonaufnahmemöglichkeiten verfügen“, berichtet er. Die Klaus-Tschira-Stiftung richtet regelmäßig Wettbewerbe aus, bei denen Schüler solche maximal fünfminütigen Erklärvideos einreichen können. Die Schüler mit den 60 besten Filmen, werden zum Finale eingeladen.

Im Workshop „Jugend präsentiert“ steht schließlich im fünften Modul die Performanz auf der Tagesordnung: Gestik, Mimik und Bewegen im Raum. Trainer Susanka bittet dann zur Powerpoint-Karaoke. Teilnehmer müssen eine Präsentation, die nicht von ihnen stammt, für einen Vortrag verwenden. Susanka: „Dabei kommt es nicht auf den Inhalt, sondern Körpersprache und Stimmeinsatz an.“ Die Übung sei bei Schülern besonders beliebt.

Die fünf Unterrichtseinheiten werden den Lehrern in zwei, jeweils zweieinhalbtägigen Kursen von zwei bis vier Trainern vermittelt. Die Workshops finden in der Regel in Landesinstituten und Fortbildungszentren statt. So gute Bedingungen wie im X-Lab seien selten, kommentiert Trainer Susanka.

Akzeptanz der Naturwissenschaften erhöhen

Ihm gefällt zudem die Einbindung des Experimentierlabors auf dem Uni-Campus. Das komme auch bei den Lehrern an, die gerne einmal aus dem Schulkontext herauskommen.

X-Lab-Leiterin Prof. Eva-Maria Neher macht auf die gemeinsamen Wurzeln ihrer Einrichtung und des Projekts der Stiftung aufmerksam. Beide gehen auf Initiativen Ende der 90-er Jahre zurück, um die Akzeptanz der Naturwissenschaften in Deutschland zu erhöhen.

Weitere Informationen unter jugend-praesentiert.info und xlab-goettingen.de.

Von Michael Caspar

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