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Göttingen Karl-Wilhelm Kreis verstorben
Campus Göttingen Karl-Wilhelm Kreis verstorben
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14:15 14.03.2018
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Göttingen

Im Nachruf des emeritierten Professors Manfred Engelbert würdigt dieser insbesondere seine Arbeit für die interdisziplinäre Geschlechterforschung. Kreis beschäftigte sich in seiner Arbeit vor allem mit der Romanistik und der Hispanistik. In seiner Dissertation, die er 1971 fertigstellte, befasste er sich mit der Liebesmetaphorik im Theater des spanischen Dramatikers Tirso de Molina.

In den Folgejahren wendet sich Kreis laut Engelbert einer grundlegend erneuerten Literaturwissenschaft zu, die historische, soziale und psychoanalytische Aspekte berücksichtigt. Dies werde auch in seiner Habilitationsschrift, die er 1981 beendet hat, deutlich. In dieser beschäftigte er sich mit dem Thema“ Zur Ästhetik des Obszönen – Arrabals Theater und die repressive Sexualpolitik des Franco-Regimes“. Allerdings sei die Wahl des Themas für Kreis auch mit Schwierigkeiten verbunden gewesen, denn in der Folge war es ihm nicht möglich, seine Habilitation in Göttingen fertigzustellen. Diese erfolgte erst 1984 am Hamburger „Ibero-Amerikanischen Forschungsinstitut“ der Philosophischen Fakultät.

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Kreis blieb auch nach seiner Festanstellung in Göttingen seinem Forschungsfeld treu. Unter anderem war er 1999 Mitorganisator der Ausstellung „Federico García Lorca (in Worten und Bildern)“, zu der er in zwei Vorträgen die Frauendramen des Dichters García Lorca vorstellte.

Von Vera Wölk

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