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Göttingen Schau zum 90. Geburtstag von Alfred Pohl
Campus Göttingen Schau zum 90. Geburtstag von Alfred Pohl
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17:12 28.08.2018
„Don Quichote“, Holzschnitt von Alfred Pohl. Quelle: R
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Göttingen

 Die Abenteuer des tragisch-komischen Ritters Don Quijote sind Thema der Ausstellung von Alfred Pohl zu seinem 90. Geburtstag. Zum Geburtstag des Künstlers präsentiert die Kunstsammlung 15 Farbholzschnitte, in denen sich Pohl mit dem Ritter von der traurigen Gestalt auseinandergesetzt hat.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 2. September, um 11.30 Uhr im Auditorium, Weender Landstraße 2, eröffnet. Den Einführungsvortrag hält der Kunsthistoriker Rudolf Krüger.

Technik der verlorenen Platte

Den Don Quichote-Zyklus schuf Pohl zwischen 1991 und 1993 in der Technik der verlorenen Platte, eines Mehrfarbdrucks, ein Verfahren, das jeweils nur einen Druck pro Motiv zulässt. Die Darstellungen gehen auf den in zwei Teilen 1605 und 1615 erschienenen Roman „El ingenioso hidalgo Don Quixote de la Mancha“ von Miguel de Cervantes zurück;. Er entwarf die prägende Figur des Ritters von der traurigen Gestalt. Die einzelnen Holzschnitte spiegelten den im Roman angesprochenen Gegensatz von Don Quijote und seinem Begleiter Sancho Pansa wieder, teilt Dr. Anne-Katrin Sors mit, die Leiterin der Kunstsammlung.

Pohl wurde am 22. August 1928 in Essen geboren. Nach seiner künstlerischen und pädagogischen Ausbildung in Trier, Lüneburg und Hannover war er ab 1957 als Lehrer tätig. 1965 konnte Pohl im Atelier von Johnny Friedländer in Paris seine Technik des Radierens verfeinern. In den 1960er-Jahren folgten eine Assistenz für Kunsterziehung an der Pädagogischen Hochschule Göttingen und ein Auslandsaufenthalt am Colegio Alexander von Humboldt in Lima. Anschließend war Pohl Mitglied der Misión Pedagógica am kolumbianischen Erziehungsministerium.

1600 Blätter umfassendes Lebenswerk

Seit 1974 lebt der Künstler in Göttingen. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1990 arbeitete er als Kunsterzieher an der Realschule Weende. Vor allem durch seine Farbholzschnitte mit südamerikanischen Motiven erlangte der Künstler überregionale Bekanntheit. Dies bezeugen viele Einzelausstellungen im In- und Ausland. Neben seinen Holzschnitten schuf er ein großes Werk an Farbradierungen, Aquarellen und Zeichnungen.

Mehr als 40 seiner Holzschnitte hat das Krankenhaus Neu-Bethlehem für etwa fünf Jahren angekauft. Viele davon sind dort in den Fluren und Räumen zu sehen. Das Rheinische Landesmuseum in Bonn hat Pohls etwa 1600 Blätter umfassendes Lebenswerk in seine Bestände aufgenommen und ihm zum 80. Geburtstag eine große Ausstellung gewidmet.

Die Ausstellung „Alfred Pohl zum 90. Geburtstag – Don Quijote“ läuft bis zum 10. Februar 2019. In der Kunstsammlung der Universität, Weender Landstraße 2. Sie ist sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Von Peter Krüger-Lenz

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