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Campus Göttingen Lange Nacht der (aufgeschobenen) Hausarbeiten an der Uni Göttingen
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19:23 08.03.2019
Die „Lange Nacht der (aufgeschobenen) Hausarbeiten“an der Uni Göttingen hat Studierenden bis tief in die Nacht Gelegenheit geboten, ihre Schreib-Projekte zu beenden. Quelle: ZB
Göttingen

Mit allerhand Flyern beladene Tische und ungewöhnlich viele Menschen füllen am Donnerstag das Foyer der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek (SUB). Wie jedes Jahr hat das Internationale Schreibzentrum dort die lange Nacht der (aufgeschobenen) Hausarbeiten veranstaltet.

Ella Grieshammer vom Schreibzentrum der Uni räumt ein: „Der Titel ist missverständlich. Es soll ein Angebot für alle Studierenden sein.“ Egal sei, um welche Art von Schreibprojekt es sich handelt, und auch, ob es aufgeschoben wurde oder nicht.

„Kosmologie in Papua-Neuguinea

Soraya Schneider hat an der Veranstaltung teilgenommen. Die junge Studentin der Ethnologie widmet sich gerade zwei Hausarbeiten gleichzeitig. Die eine trägt den Titel „Psychologie und Schamanismus“, die andere „Kosmologie in Papua-Neuguinea“. Es sind ihre ersten Hausarbeiten und sie beschäftigten vor allem zwei Fragen: „Ist meine Gliederung sinnvoll? Ist meine Fragestellung präzise genug?“

Um bei solchen Fragen zu helfen, stehen in der Bibliothek an diesem Abend drei Beratungsstationen mit jeweils zwei erfahrenen Beraterinnen des Schreibzentrums mit Ratschlägen und Anregungen bereit. Nach Angaben von Grieshammer, sind die Fragen der Studentin typisch: „Oft kommen Fragen zum Zitieren. Häufig sind auch Probleme beim Strukturieren und bei der Gliederung der Arbeit.“ Studierende verzettelten sich, weil sie zu perfektionistisch an die Sache herangingen und verlören so häufig den Fokus.

Arbeit am Zeitmanagement

Schneider jedenfalls kommt aus ihrem spontanen Besuch bei der Schreibberatung mit „dem Gefühl wieder klarer denken zu können und außerdem mit ein paar Extraideen“. Ihr sei dort allerdings auch vermittelt worden, dass sie sich mit gleich zwei Hausarbeiten, die in etwa drei Wochen abgegeben werden müssten, wahrscheinlich übernommen hätte. Sie müsste an ihrem Zeitmanagement arbeiten.

Das Konzept der Veranstaltung: Versorgt mit Snacks und Heißgetränken können Studierende die lange Nacht der Hausarbeiten zum Anlass nehmen, ihr Projekt in einem festgelegten Zeitraum voranzubringen. Außerdem bietet sich ihnen ein vielfältiges Programm.

Das Schreibzentrum bietet einen Workshop an, der kreative Wege zum eigenen Schreibprojekt aufzeigen sollte. Darüber hinaus gab es zahlreiche weitere Angebote, unter anderem der Uni-Bibliothek (Literaturrecherche, Literaturverwaltung), der Psychosozialen Beratungsstelle (Strategien gegen das Aufschieben) und der Zentralen Studienberatung (Workshop zum Thema: „Motivation und Zielorientierung“).

Gelungene Veranstaltung

Abgesehen von den vielen Beratungsangeboten und Workshops habe die Nacht der Hausarbeiten vor allem das Ziel, den Studierenden eine produktive Arbeitsatmosphäre zu schaffen, sagt Grieshammer. Nach Aussage des Studenten René Gerdes, der von der Veranstaltung überrascht wurde, ist das gelungen: „Man kommt rein, ist etwas perplex, aber durch die Atmosphäre beim Arbeiten irgendwie positiv beeinflusst.“

Von Tobias Urban

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