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Göttingen Lehr- und Versuchsstation auf dem Reinshof neu gegründet
Campus Göttingen Lehr- und Versuchsstation auf dem Reinshof neu gegründet
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01:31 02.06.2018
Techniker Siggi Opolka setzt Drohnen über den Feldern ein. Quelle: Foto: Hartwig
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Reinshof

Die neu gegründete Lehr- und Versuchsstation an der B 27 (Richtung Friedland) ist am Mittwoch bei einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Interessierte bekamen einen Überblick über die verschiedenen Versuchsfelder. Außerdem konnten sie sich über moderne Forschungstechniken wie den Einsatz von Drohnen informieren. Aktuelle Themen wie Trinkwasserschutz, die ökologische Bekämpfung von Schädlingen, die Interaktion zwischen verschiedenen Pflanzen sowie die Zucht von Erbsen und Ackerbohnen wurden dargestellt. Ein bodenkundlicher Lehrpfad (für den auch eine App zur Verfügung steht) sowie Vergleiche zwischen ökologischer und konventioneller Bewirtschaftung rundeten das Angebot ab.

„Echter Schritt nach vorne“

Als einen „echten Schritt nach vorne“ bezeichnete Prof. Norbert Lossau, Vizepräsident für Infrastrukturen der Uni Göttingen, die Neugründung der Lehr- und Versuchsstation auf dem Reinshof. Die immer stärker werdende Rolle der Agrarwissenschaften verlange die Vereinbarkeit von Lehre und Wirtschaftlichkeit. Die neue Lehr- und Versuchsstation sei langfristig angelegt, nach fünf Jahren werde sie auf den Prüfstand gestellt.

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Dauerhafte Einrichtung etablieren

Mit der in die experimentelle Basis der Fakultät eingebetteten Lehr- und Versuchsstation wolle man eine dauerhafte Einrichtung etablieren, die einem modernen Feldversuchswesen entspricht, erläuterte anschließend Prof. Elke Pawelzik, Dekanin der Fakultät für Agrarwissenschaften. Dieses sei nachgefragt, zudem werde die Digitalisierung auch hier Einzug halten. Die Nachfrage zeige, „dass wir auf diese Versuche nicht verzichten können“, sagte sie und beschrieb die Themenfelder der Station. Dazu gehöre außer dem Bereich Düngung auch die Interaktion verschiedener Kulturen oder der Einsatz von Drohnen. Aufgenommenes Bildmaterial kann hier mit der entsprechenden Software Aufschluss über Düngebedarf oder Krankheiten von Pflanzen geben.

Forschung für die Praxis

Bislang erfolgten Aktivitäten im Feldversuchswesen kleinflächig, informierte Prof. Johannes Isselstein, Vorstand im Department für Nutzpflanzenwissenschaften. „Jetzt haben wir das Bestehende ergänzt, können Forschung für die Praxis machen und große Zusammenhänge liefern.“ Die besondere Herausforderung sei, die Anforderungen der landwirtschaftlichen Produktion und die der Umwelt aufeinander abzustimmen. „Bei diesem Konflikt spielt das Ausprobieren unter möglichst realen Bedingungen eine große Rolle.“ Einen großen Anteil daran habe künftig vermehrt der IT-Bereich. Beispielsweise könne man über das Modellieren und Simulieren von Verhältnissen zukünftige Szenarien berechnen und schließlich Prognosen abgeben. Die neu gegründete Lehr- und Versuchsstation auf dem Reinshof ermögliche vieles davon.

Auf der neuen Lehr- und Versuchsstation werden unter anderem Drohnen zum Einsatz kommen

Von Markus Hartwig

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