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Göttingen Leibniz-Preis für Göttinger Physiker Ropers
Campus Göttingen Leibniz-Preis für Göttinger Physiker Ropers
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17:09 19.03.2018
Leibniz-Preisträger mit Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung (vierte von rechts): Eike Latz, Claus Ropers, Veit Hornung, Bernhard Schölkopf, Laszlo Szekelyhidi (hintere Reihe von links), Jens Beckert, Oliver Schmidt, Alessandra Buonanno, Heike Paul, Nicola Fuchs-Schündeln, Erika Pearce und Peter Strohschneider, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (vordere Reihe von links).
Leibniz-Preisträger mit Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung (vierte von rechts): Eike Latz, Claus Ropers, Veit Hornung, Bernhard Schölkopf, Laszlo Szekelyhidi (hintere Reihe von links), Jens Beckert, Oliver Schmidt, Alessandra Buonanno, Heike Paul, Nicola Fuchs-Schündeln, Erika Pearce und Peter Strohschneider, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (vordere Reihe von links). Quelle: dpa
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Berlin/Göttingen

Der Göttinger Physiker Claus Ropers hat am Montag den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2018 in Berlin erhalten. Die Auszeichnung ging an vier Wissenschaftlerinnen und sieben Wissenschaftler, die vom zuständigen Auswahlausschuss aus 136 Vorschlägen ausgewählt worden sind, teilte die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit.

Von den elf Preisträgern kommen jeweils drei aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, den Lebenswissenschaften und den Naturwissenschaften sowie zwei aus den Ingenieurwissenschaften. Neun der Ausgezeichneten erhalten je ein Preisgeld von 2,5 Millionen Euro, zwei Wissenschaftler teilen sich einen Preis zur Hälfte mit je 1,25 Millionen Euro.

Quantenoptik von Elektronen

Ropers, seit 2011 Professor für experimentelle Festkörperphysik an der Universität Göttingen, gilt nach Angaben der DFG als ein führender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Elektronenmikroskopie, der das neue Forschungsfeld der Quantenoptik von Elektronen mit geprägt hat. Zu seinen jüngsten Erfolgen gehört, dass er 2015 die Möglichkeit der Manipulation des Quantenzustands eines freien Elektronenstrahls in einem Transmissionselektronenmikroskop nachweisen konnte.

Zuvor leistete der 1977 in Stade geborene Physiker mit seinen Arbeiten zur Kontrolle der Fotoemission aus extrem dünnen Metallspitzen mittels Terahertz- und optischen Feldern einen wesentlichen Beitrag zur zukünftigen Entwicklung ultraschneller Rastersondenmikroskope. Auch seine Forschung zur Erzeugung energiereicher ultravioletter Strahlung an plasmonischen Nanostrukturen fand weltweit Beachtung. Dabei gelang es Ropers stets, komplexe theoretische Konzepte experimentell zu realisieren; so konnte er eine Vielzahl von innovativen Forschungsansätzen initiieren und in neue Dimensionen der zeitaufgelösten Elektronenmikroskopie vorstoßen.

Benannt nach Universalgelehrtem Leibniz

Die Verleihung der Leibniz-Preise 2018 fand in der Berliner Akademie der Wissenschaften statt. Der Preis, benannt nach dem Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) gilt als wichtigster Forschungsförderpreis Deutschland. Er wird seit 1986 verliehen. Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter jüngerer Wissenschaftler zu erleichtern.

Von Angela Brünjes

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