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Göttingen „Lift-off“: Uni Göttingen zeichnet junge Gründer aus
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"Lift-off": Uni Göttingen zeichnet junge Gründer aus

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16:00 16.06.2021
Beim „Lift-off“-Wettbewerb an der Uni Göttingen konnte das Team „Magnus“ mit seinem Desinfektionsmittelspender als Türklinke Jury und Publikum überzeugen.
Beim „Lift-off“-Wettbewerb an der Uni Göttingen konnte das Team „Magnus“ mit seinem Desinfektionsmittelspender als Türklinke Jury und Publikum überzeugen. Quelle: Universität Göttingen
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Göttingen

Sieben ambitionierte Gründerprojekte von Studierenden und Forschenden hat die Universität Göttingen ausgezeichnet. Im Finale des Gründungswettbewerbs „Lift-off“ wurden nach Mitteilung der Hochschule Sach- und Geldpreise im Gesamtwert von rund 30 000 Euro vergeben – zum Beispiel für Desinfektionsmittel aus der Türklinke, Kartoffel-Scanner und Medikamente, die mithilfe von miniaturisierten Herzmuskeln entwickelt werden sollen.

In der Kategorie Gründungspotential konnte eine Fachjury und das Publikum bei einer digitalen Veranstaltung nach Angaben der Universität ein Desinfektionsmittelspender, der die herkömmliche Türklinke ersetzen soll, überzeugen. Das Team „Magnus“ belegte den ersten Platz vor dem Projekt „BSC Cycle“, mit dem Alexander Niederhaus durch die Züchtung der schwarzen Soldatenfliege organische Abfälle in Schwellenländern verwerten und damit Larven züchten möchte, die ihrerseits als Tierfutter genutzt werden können.

Preis für die Größenbestimmung von Kartoffeln

Einen Scanner zur visuellen Größenbestimmung von Kartoffeln entwickelt hat das Team „Koiotech“, das Jury und Publikum in der Kategorie Wissenschaft auf Platz eins wählten. Den zweiten Platz in dieser Kategorie erzielte nach Uni-Angaben das Team „Q3 Labs“ um den Gründer Dr. Giriprakash Chodisetti, das eine Softwareanwendung entwickelt, mit der die Aufgaben eines Forschungslabors automatisiert werden können.

Für Medikamentenentwicklung an miniaturisierten Herzmuskeln gab es den ersten Platz in der Kategorie Life Science für das Team „Myofarm“. Quelle: Universität Göttingen

Der Sonderpreis Life Science ging an das Team „Myofarm“ um Dr. George Kensah und Jan Patrick Pietras, die an einem Verfahren zur Medikamentenentwicklung an miniaturisierten Herzmuskeln aus menschlichen Stammzellen arbeiten. Den Sonderpreis Social Entrepreneurship gewann das „Open Hearing Project“, ein elfköpfiges Team von Studierenden des Vereins Enactus Göttingen, die auf dem globalen Markt für Hörhilfen mit Smartphone und App Kosten reduzieren möchten.

Von Tammo Kohlwes