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Göttingen Forschung zur Flüchtlingskrise
Campus Göttingen

Max Planck Gesellschaft stellt Ergebnisse zur Forschung zur Flüchtlingskrise vor

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19:00 06.08.2020
Wie haben Kommunen während der Flüchtlingskrise gehandelt? Das haben Forscher der Max-Planck-Gesellschaft jetzt untersucht. Quelle: dpa
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Göttingen

Bei der „Flüchtlings-Krise“ vor fünf Jahren wurden die zuständigen Kommunalverwaltungen auf die Probe gestellt. Die Ankunft mehrerer hunderttausender Geflüchteter sei eine Herausforderung für den Staat mit seinen Sozialsystemen und die Verwaltung gewesen, aber keinesfalls eine Überforderung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen, in der drei Kommunen in Niedersachsen untersucht wurden.

Vielmehr hätten die lokalen Verwaltungen in den Jahren 2015/16 grundsätzlich ihre Leistungsfähigkeit bewiesen. Allerdings seien im Zuge der Aufnahme durch die Kommunen Schutzsuchende auch ausgegrenzt worden. Für die Studie haben erstmals Forschende aus sechs Max-Planck-Instituten in Berlin, Göttingen, Halle, Heidelberg, München und Rostock zusammengearbeitet, in der Kooperation „Wisssenschaftsinitiative Integration“. Der Forschungsverbund, der jetzt seine Ergebnisse vorlegte, untersuchte aus der Perspektive unterschiedlichster Disziplinen die Faktoren, die Migration, Integration und Exklusion beeinflussen. In dieser und der kommenden Woche werden vier Projekte exemplarisch vorgestellt.

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Eins der Projekte zeigt die Ergebnisse zweier Studien, die die Situation von Menschen in den EU-Hotspots auf den griechischen Inseln und in den sogenannten Ankerzentren in Deutschland untersucht haben. In beiden Einrichtungen – so das Ergebnis – wurden grundlegende Rechte von Asylsuchenden verletzt.

Von Vera Wölk

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