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Göttingen Mehrere Tausend Besucher beim Dies Academicus in Göttingen
Campus Göttingen Mehrere Tausend Besucher beim Dies Academicus in Göttingen
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12:24 06.06.2019
Rund 2500 Aktive treten beim Dies Academicus in sportlichen Wettkämpfen gegeneinander an. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Der reguläre Betrieb an der Uni Göttingen stand einen Tag still – für den Dies Academicus. Nach Angaben der Organisatoren besuchten am Mittwoch zwischen 8000 und 10000 Menschen den traditionellen Sporttag auf der Sportanlage am Sprangerweg. Ab 14 Uhr war es den Lehrenden der Georg-August-Universität freigestellt, ob sie ihre Vorlesungen und Seminare stattfinden lassen oder nicht. Und während die Hörsäle somit weitgehend leer blieben, war die Sportanlage des Hochschulsports am Sprangerweg rappelvoll.

Im Vorfeld hatten sich 240 Mannschaften mit insgesamt etwa 2500 sportlich Aktiven für die Turniere im Beachvolleyball, Brennball, Dodgeball, Fußball, Fußballtennis, Streetball, Human Table Soccer und Tennis angemeldet. Allein 96 Teams spielten beim Fußballturnier mit.

Zudem verzeichneten die Organisatoren weitere Tausende Besucher auf dem Sportgelände. Die Besucher saßen bei Sonnenschein und Temperaturen bis 30 Grad auf den Wiesen, grillten, hörten Live-Musik und verfolgten die sportlichen Wettkämpfe. Die Turniere wurden ergänzt durch zahlreiche Aktivitäten, wie Bullenreiten, Dosenwerfen, Fußball-Dart oder Trampolinspringen. Auch das traditionelle Bobby-Car-Rennen wurde ausgetragen.

150 freiwillige Helfer

„Ich gehe davon aus, dass insgesamt wieder 8000 bis 10000 Menschen hier vorbeikommen und den Tag mitprägen. Die Besucherzahl steht und fällt mit dem Wetter. Bei einem Wetter wie heute ist es schon am Maximum“, sagte Mischa Lumme, Mitarbeiter der Universität und zum achten Mal Hauptorganisator des Dies Academicus. Unterstützt wurde das Organisations-Team von mehr als 150 freiwilligen Helfern.

„Wir haben ein unglaubliches Standing innerhalb der Universität, das geht los mit dem Präsidium und dem Senat, die uns den Rücken freihalten. Wir müssen unter den Studis kaum Werbung machen. Der Termin geht rum wie ein Lauffeuer“, verdeutlichte Lumme die Beliebtheit des Events. „Wir sind wieder hochzufrieden, gerade auch mit den Rahmenbedingungen. Ich glaube es ist wieder eine typische Dies-Atmosphäre“, so der 38-Jährige, der den Dies im Jahr 2005 als Student erstmals miterlebte.

Menschen sind gut drauf

„Ich bin ziemlich begeistert. Alles läuft gut. Ich habe das Gefühl, dass die Menschen gut drauf sind“, sagte Hedda Stumm, eine von sechs Studierenden des Studentischen Organisations-Teams. „Die Veranstaltung zeichnet aus, dass es mal ein Uni-Tag schön anders ist, dass alle mal zusammenkommen“, so die 23-jährige, die zum ersten Mal beim Dies Academicus dabei war.

Das Verhältnis zwischen sportlichem Ehrgeiz und Party sei dabei gut ausgeglichen, sagte die Sportstudentin: „Die Sportler sind zwar super motiviert, aber es behandeln sich alle fair. Dadurch ist der Sport natürlich ein Herzstück des Dies. Der Fokus steht gleichzeitig aber auch darauf, einfach eine gute Zeit zu haben, auch für weniger sportfokussierte Leute.“

Der Dies Academicus in Bildern

Der Sporttag der Georg-August-Universität Göttingen ist in vollem Gange. Rund 2500 Aktive treten in sportlichen Wettkämpfen gegeneinander an. Mehrere Tausend Besucher verfolgen das Spektakel auf dem Unisportgelände am Sprangerweg. Die Wettkämpfe dauern bis zum frühen Abend an.

Er erlebe eine sehr lockere, aufgeschlossene Stimmung zwischen den Studierenden, berichtete Lasse Messerschmidt, der den Dies Academicus zum zweiten Mal besuchte. „Ich nutze das Angebot, um das gute Wetter und das eine oder andere kühle Getränk mit meinen Freunden zu genießen“, so der 21-jährige Student der Fächer Sport und Genderstudies.

Ambitionen zurückgeschraubt

Sportlich aktiv mit dabei waren Simeon Dähling und Julian Ismail. Mit den Teamkollegen ihres Uniliga-Fußballteams Dynamo Durstig nahmen sie am Fußballtennis- und Fußballturnier teil. „Die sportlichen Ambitionen sind natürlich zurückgeschraubt, dennoch wollen wir nicht unbedingt verlieren“, sagte Dähling, der erstmalig beim Dies antrat. „Hier sind alle sportbegeistert, deshalb macht es sehr viel Spaß“, ergänzte er.

Mitspieler Ismail war bereits zum vierten Mal beim Dies aktiv: „Meine Ambitionen sind, dass wir nicht gewinnen. Denn wenn man gewinnt, hatte man nicht genug Spaß“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Das Finale zu verlieren, sei demnach das Ziel.

Was besonders sei am Dies? „Kleinere Sportarten wie Fußballtennis und Brennball spielt man nicht jeden Tag, das macht schon Spaß. Zudem sieht man die ganze Uni mal an einem Platz, alle haben Spaß und treiben ein bisschen Sport, anstatt in der Bibliothek zu hocken“, so Ismail. „Es ist wie ein kleines Sportfest früher in der Schule.“ Wohl lediglich mit etwas mehr Party.

Kreislaufprobleme und chirurgische Fälle

Bei einer Großveranstaltung wie dem Sporttag der Uni Göttingen, haben auch die Rettungskräfte alle Hände voll zu tun. „In der Regel haben wir es hier mit chirurgischen Fällen zu tun, also Fußverletzungen aufgrund des Sportgeschehens. Als Zweites kommen Kreislaufprobleme aufgrund des Wetters hinzu“, berichtete Thomas Bitterberg-Formanek. Stand 15.11 Uhr zählte der Einsatzleiter der Malteser Göttingen bereits 25 Hilfeleistungen, die sich jedoch in einem „bescheidenen Rahmen“ bewegten.

„Das Wetter haben wir selbstverständlich bei der Konzeptionierung des Einsatzes berücksichtig und entsprechend ausreichend Infusionsmaterial dabei“, sagte Bitterberg-Formanek. Insgesamt waren die Malteser mit 17 Sanitätern und zwei Ärzten auf der Sportanlage im Einsatz.

 

Von Filip Donth

Beachvolleyball, Brennball, Dodgeball, Fußball, Fußballtennis, Streetball, Human Table Soccer und Tennis - beim Dies Academicus treten mehr als 2500 aktive Sportler gegeneinander an. Der Spaß kommt dabei heute auf dem Unisportgelände am Sprangerweg nicht zu kurz.

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