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Göttingen Menschenrechtlerin und Märchenforscherin Dr. Ines Köhler-Zülch ist tot
Campus Göttingen Menschenrechtlerin und Märchenforscherin Dr. Ines Köhler-Zülch ist tot
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17:00 02.05.2019
Die internationale Märchenforscherin Dr. Ines Köhler-Zülch ist tot. Quelle: R
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Göttingen

Dr. Ines Köhler-Zülch ist tot. Die Menschenrechtlerin und Märchenforscherin starb bereits am 24. April nach langer schwerer Krankheit in Göttingen.

Die Mitherausgeberin der „Enzyklopädie des Märchens“, eines Projekts der Göttinger Akademie der Wissenschaften, war 32 Jahre lang Mitglied der Redaktion dieses 15-bändigen Handbuches zur vergleichenden Erzählforschung. Ihrem „außerordentlichen“ ehrenamtlichen Engagement sei es mit zu verdanken, dass aus der 1968 gegründeten Bürgerinitiative Aktion Biafra-Hilfe die internationale Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) entstehen konnte, heißt es in einer Mitteilung der GfbV vom Donnerstag.

Die GfbV habe mit Köhler-Zülch die „Frau der ersten Stunde“ verloren. So habe sie ihrem Mann Tilman Zülch, der die Menschenrechtsorganisation vor mehr als 50 Jahren gründete und bis Frühjahr 2017 leitete, stets den Rücken freigehalten.

Ines Köhler-Zülch Quelle: R

Köhler-Zülch wurde 1941 in Magdeburg geboren und studierte Slavistik, Germanistik und Romanistik in Marburg und Hamburg. Nach ihrer Promotion ging sie 1974 nach Göttingen, um für die „Enzyklopädie des Märchens“ über Sprachgrenzen und Kontinente hinweg zu forschen. Sie wurde 77 Jahre alt.

Von mib

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