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Göttingen Neue Technologie vereinfacht Verfahren der STED-Mikroskopie
Campus Göttingen Neue Technologie vereinfacht Verfahren der STED-Mikroskopie
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21:23 26.06.2013
Qualitätsunterschied: oben Sted-, unten herkömmliche Mikroskopie.
Qualitätsunterschied: oben Sted-, unten herkömmliche Mikroskopie. Quelle: EF
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Göttingen

Es lenkt die Laserstrahlen des Sted-Mikroskops über ein einziges optisches Element gezielt auf die zu untersuchende Probe. Nach Ansicht der Max-Planck-Gesellschaft kann die Innovation die Verbreitung der Sted-Mikroskopie fördern – mit Gewinn auch für die medizinische Forschung: Mit Sted-Mikroskopen lassen sich wichtige Informationen auch an lebenden menschlichen Zellen gewinnen.

Wellennatur des Lichts

Die herkömmliche  Mikroskopie kann keine Details unterschieden, die näher als 200 Nanometer beieinander liegen (Beugungsgrenze; Abbesche Auflösungsgrenze). Der Grund hierfür liegt in der Wellennatur des Lichts und der damit verbundenen räumlichen Ausdehnung des Fokalpunktes eines Lichtstrahls. Bei der STED-Mikroskopie wird dieser Fokalpunkt, der die fluoreszierende Probe sichtbar macht, verkleinert, indem der Randbereich des Lichtflecks am Fluoreszieren gehindert wird. Dazu wird neben dem zentralen Lichtstrahl ein zweiter ringförmiger Lichtstrahl mit einer anderen Wellenlänge ausgesendet, der über eine so genannte stimulierte Emission die angeregten Farbstoffmoleküle am Rand des zentralen Lichtstrahls abregt und so deren Fluoreszenz verhindert.

Eine einzige Punktlichtquelle

Dank Easydonut können beide Lichtstrahlen aus einer einzigen Punktlichtquelle stammen, so dass das aufwändige Nachjustieren beider Strahlen zueinander entfällt. Das erspart dem Anwender die bislang häufig anfallenden Kosten für technischen Service. Der große Vorteil des EASYDOnut-Systems liegt daher in seiner sehr einfachen Handhabung. Die neue Technologie wurde mit dem Erfinder der STED-Mikroskopie, Prof. Stefan Hell, sowie Volker Westphal und Lars Kastrup vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie entwickelt. Die Erfindung wurde von Max-Planck-Innovation und der Stabsstelle Technologietransfer des DKFZ zum Patent angemeldet und lizenziert.

jes