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Göttingen Neuer Studiengang am Gesundheitscampus Göttingen
Campus Göttingen Neuer Studiengang am Gesundheitscampus Göttingen
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07:00 30.03.2019
Die Facetten des Gesundheitssystems zu kennen ist ein Themenfeld für die Studierenden. Quelle: Foto: r
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Göttingen

Sozialarbeiter im Gesundheitswesen werden, und Patienten im Dickicht des Gesundheitssystems begleiten: Das lernen Studierende ab sofort am Gesundheitscampus in Göttingen. Der neue Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit im Gesundheitswesen“ startet im kommenden Wintersemester.

In sieben Semestern sollen die Studierenden die klassische Soziale Arbeit lernen und sich auf die Arbeit im Gesundheitswesen spezialisieren. Dabei studieren sie nach Angaben einer Mitteilung des Gesundheitscampus mit zwei Schwerpunkten: die Beratung von Menschen und die Konzepte des Versorgungsmanagements.

Bedarfsanalysen und Konzepte

Einerseits sollen sie betroffene Menschen und ihre Angehörige direkt begleiten und unterstützen können. Es geht „unter anderem um die Koordination von Gesundheitsmaßnahmen, das heißt zum Beispiel, um die Organisation von reibungslosen Übergängen aus der Klinik in die Reha oder in weitere Praxen“, heißt es in der Mitteilung. Die Studierenden sollen Verwaltungsprozesse kennen, um Patienten bei Antragstellungen zu helfen.

Außerdem sollen sie lernen, Bedarfsanalysen und Konzepte für die gesundheitliche Versorgung in Kommunen zu erstellen. Als Sozialarbeiter sollen sie zudem in der Lage sein, mit ihrem gebündelten Wissen Prozesse in Krankenkassen zielgerichteter aus einer Hand zu gestalten.

Theorie und Praxis

Das Ziel ist es, dass Hilfe für die Patienten da ankommt, wo sie benötigt wird, heißt es in der Mitteilung. Die Studierenden lernen die Theorien aber auch die Handlungs- und Kommunikationsformen der Sozialen Arbeit und des Gesundheitswesens kennen.

Der Gesundheitscampus habe den Vorteil, interdisziplinär zu sein. Im Jahr 2016 gründeten die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) den Campus auf dem Sartorius-Gelände. Seither werden dort 190 Studierende in den Bereichen Pflege, Therapiewissenschaften und Mediziningenieurwesen ausgebildet.

Innovative Kraft

Bei Projekten könnten die Studierenden so Erfahrungen und Erkenntnisse aus verschiedenen Blickwinkeln sammeln. Erstmals in Niedersachsen sei auch ein Praxissemester in die Studienzeit integiert. Dafür arbeitet der Campus mit Kooperationspartnern aus der Region. Das Interesse der Arbeitgeber und Studieninteressierten sei, wie es in der Mitteilung heißt, massiv steigend. Bundesweit gebe es nur sechs ähnliche Studiengänge.

„Wir wissen um den demografischen Wandel der Gesellschaft, gerade auch im ländlichen Raum. Die Menschen werden älter und bleiben häufiger alleine“, sagt Prof. Heyo Kroemer, Sprecher des Vorstandes der UMG. „Da braucht es mehr professionelle Unterstützung, Beratung und Begleitung. Der neue Studiengang zielt genau in diese Richtung und hilft, diese Lücke zu schließen.“ Kroemer sieht in dem neuen Studiengang eine innovative Kraft für die Region Südniedersachsen.

Die Zulassung zum Studiengang „Soziale Arbeit im Gesundheitswesen“ ist beschränkt. Pro Studienstart werden 30 Plätze vergeben. Das Studium endet mit der Auszeichnung Bachelor of Arts. Künftig sind für den Gesundheitscampus die Masterstudiengänge Pflege und Mediziningenieurwesen geplant.

Von Norma Jean Levin

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