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Göttingen Neues Parkinson-Zentrum an zwei Orten
Campus Göttingen Neues Parkinson-Zentrum an zwei Orten
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17:07 07.03.2012
Das Risiko steigt mit dem Lebensalter: Meist erkranken Menschen über 65 Jahre an Parkinson.   
Das Risiko steigt mit dem Lebensalter: Meist erkranken Menschen über 65 Jahre an Parkinson.    Quelle: dpa
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Göttingen/Kassel

In diesem neuen Parkinson-Zentrum arbeiten die UMG-Abteilungen Neurologie und Klinische Neurophysiologie sowie die neurologische Abteilung der PEKK eng zusammen. Am Freitag und Sonnabend wird das Zentrum mit einem Symposium eröffnet. Die Fachtagung wird die Krankenversorgung und die geplanten Forschungsprojekte vorstellen.

Durch Prof. Mathias Bähr, Direktor der UMG-Abteilung Neurologie, ist das Zentrum eng an das Forschungszentrum Molekularphysiologie des Gehirns (CMPB) der Deutschen Forschungsgemeinschaft angebunden. Bähr erforscht am CMPB neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson.

Seit 1997 ist bekannt, dass das Protein alpha-Sinuklein dann zur Fehlfunktion von Nervenzellen führt, wenn der Eiweißstoff sich nicht in der üblichen Weise faltet. „Wir wollen verstehen, warum gerade dieser Stoff zur Schädigung führt“, sagt Bähr, dessen Team sich auf die Erforschung von Parkinson konzentriert, wenn auch die Eiweiß-Faltung ebenfalls andere neurodegenerative Erkrankungen betrifft. Bähr hofft, „dass wir eines Tages die Toxität dieser Eiweißstoffe unterbinden können.“

In der klinischen Forschung beteiligt sich das Parkinson-Zentrum Göttingen-Kassel an Studien des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in der Helmholtz-Gemeinschaft. Hierbei steht nach Angaben von Bähr die Untersuchung der Verlaufsform von Parkinson im Mittelpunkt. Weitere klinische und neurobiologische Studien werden durchgeführt. Ein weiterer Schwerpunkt sind gemeinsame Lehrveranstaltungen für Studierende und ärztliche Weiterbildungen.

Patienten optimal versorgen

Die beteiligten Abteilungen mit Prof. Claudia Trenkwalder von der PEKK, Prof. Walter Paulus von der UMG-Klinische Neurophysiologie und Prof. Bähr von der UMG-Neurologie wollen eng vernetzt Patienten mit Parkinson-Syndromen optimal versorgen. Dabei soll die Diagnostik verbessert werden, indem sie die bestehende Infrastruktur bei den bildgebenden Methoden gemeinsam nutzen. Dazu zählen spezifische kernspintomographische Methoden, spezielle Ultraschall-Verfahren oder sogenannte SPECT-Untersuchungen (Single-Photon-Emission-Computer-Tomografie).

Die seit 1817 bekannte Erkrankung tritt bei den meisten Menschen im höheren Lebensalter auf. Bewegungsverlangsamung, Beschränkung des Bewegungsumfanges und Verringerung der Spontanbewegungen sind Kennzeichen. Viele Patienten leiden unter Muskelsteifigkeit oder auch Zittern in Ruhephasen, was zur deutschen Bezeichnung „Schüttellähmung“ führte.

Ambulante Vorstellungstermine im Parkinson-Zentrum können unter Telefon 0551/39-20200 vereinbart werden.

Symposium eröffnet Parkinson-Zentrum

Im Symposium zur Eröffnung des Parkinsonzentrums Göttingen-Kassel informieren die 19 beteiligten Mediziner über die Forschungsprojekte, die klinischen Methoden und Therapie der Parkinson Erkrankung. Dabei geht es auch um Schwierigkeiten der frühen Differentialdiagnosen, die Therapie von Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen, die Indikation und Durchführung der tiefen Hirnstimulation oder der Therapie mit Medikamenten-Pumpen. Das Symposium beginnt am Freitag, 9. März, um 14 Uhr in der Universitätsmedizin Göttingen, Hörsaal 542, Robert-Koch-Staße 40. Dort wird es am Sonnabend, 10. März, um 9  Uhr fortgesetzt.

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