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Göttingen Niedersachsen unterstützt Forschungsvorhaben an der Uni Göttingen
Campus Göttingen Niedersachsen unterstützt Forschungsvorhaben an der Uni Göttingen
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18:07 28.06.2015
Von Angela Brünjes
Eine von vielen Sportarten für Kinder: Tischtennis.
Eine von vielen Sportarten für Kinder: Tischtennis. Quelle: Steiner
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Göttingen

Das Projekt „The Gender-Governance Link: Gender Equality and Public Goods Provision“ bringt Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Geschlechterforschung zusammen. Es beschäftigt sich mit dem Einfluss von Gender auf gute Regierungsführung. „Zunächst sollen verschiedene Indikatoren von geschlechtsspezifischer Ungleichheit und Kennzahlen von guter Regierungsführung und wirtschaftlicher Entwicklung zusammengestellt werden, um dann empirische Zusammenhänge zwischen diesen Indikatoren zu untersuchen“, sagt Prof. Stephan Klasen. Das Projekt der Universitäten Göttingen und Lüneburg läuft bis Januar 2018 und wird mit 355000 Euro gefördert.

„Geschlechter – Wissen – Macht – Körper – Eine interdisziplinäre Verbundforschung zur geschlechtsbezogenen Körper- und Bewegungssozialisation in der Kindheit unter besonderer Berücksichtigung sozialer und ethnischer Kategorien“ ist ein Verbund mit der Universität Osnabrück. „Die Beziehung zwischen Geschlecht und Körper wird zwar über Disziplingrenzen hinweg als untrennbar postuliert, eine empirische Annäherung daran, wie und in welchen kulturell je spezifischen sozialen Bewegungspraktiken die Geschlechterverhältnisse in der Kindheit einschlägig vorstrukturiert werden, war jedoch bislang nur selten Gegenstand der Genderforschung“, sagt Prof. Ina Hunger vom Göttinger Institut für Sportwissenschaften. DasProjekt läuft über zwei Jahre und wird mit knapp 300000 Euro gefördert.

An der Studie „Die Krise ist weiblich – Soziale Struktur und diskursive Macht als Gender-Problem im klassischen Altertum“ sind ebenfalls Göttingen und Osnabrück beteiligt. „Das Projekt, bestehend aus den Disziplinen Alte Geschichte und Klassische Philologie, betritt hier Neuland, denn nur selten stehen die Verwerfungslinien und Risse der antiken Gesellschaften, die immer wieder in den Textzeugnissen sichtbar werden, im Blickpunkt der Forschung“, sagt Prof. Tanja Scheer vom Althistorischen Seminar. Am Beispiel vonKrisensituationen der Antike sollen die Veränderungen in der Wahrnehmung, Bestimmung und Neuverhandlung von Geschlechterverhältnissen diskutiert und soziale und diskursive Mechanismen beschrieben werden. Das dreijährige Projekt beginnt am 1. August und wird mit 420000 Euro gefördert.