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Göttingen Otto-Hahn-Medaille: Chemiker Hernández ausgezeichnet
Campus Göttingen Otto-Hahn-Medaille: Chemiker Hernández ausgezeichnet
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00:19 16.06.2013
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Potsdam

Die Proteine ermöglichen als molekulare Helfer die Verschmelzung von Zellmembranen und damit die Signalübermittlung zwischen Zellen. „Das ist ein ganz fundamentaler Prozess, denn Membranfusionen laufen die ganze Zeit im Körper ab. Mein Fokus liegt besonders darauf, wie Nervenzellen miteinander kommunizieren“, erklärt Chemiker Hernández.

Verschmelzung  mithilfe von Snare-Proteinen

Informationen werden gewöhnlich über Botenstoffe weitergegeben, die in kleine Membranbläschen verpackt im Inneren der Nervenzelle bereit liegen. Wenn elektrische Signale anzeigen, dass ein Signal an die Nachbarzelle übermittelt werden soll, verschmelzen einige dieser Membranbläschen mithilfe von SNARE-Proteinen mit der Zellmembran und schütten ihre Botenstoffe aus.

Matías Hernández Quelle: EF

Hernández untersuchte als Doktorand am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, wie SNARE-Proteine dabei exakt zusammenarbeiten und die benötigten Kräfte aufbauen, um die Membranen verschmelzen zu lassen.
„SNAREs verhaken sich wie ein Reißverschluss. Der neue Ansatz war, die einzelnen Schritte dieses Prozesses mit den Phasen der Membranverschmelzung in Verbindung zu setzen und zu analysieren.

Kontrolliertes künstliches Testsystem

Bisher fehlte auch ein experimenteller Nachweis, wie die Membranfusion physikalisch während dieser Schritte abläuft“, sagt Hernández. In einem kontrollierten künstlichen Testsystem verlangsamte er den Fusionsprozess biochemisch und analysierte daraufhin das Verhalten der Proteine, die etwa 600-mal kleiner als ein Haardurchmesser sind, mit dem Elektronenmikroskop.

Neben seiner Forschung engagiert sich der 1983 in Chile geborene Hernández für die Vernetzung chilenischer Wissenschaftler mit deutschen und weiteren europäischen Forschungseinrichtungen. Im Jahr 2009 rief er die „Encuentros“-Konferenzreihe für junge chilenische Forscher ins Leben. In diesem Monat ist der Wissenschaftler an das Max-Planck-Institut für Biochemie in München gewechselt.

jes