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Göttingen PRO*Niedersachsen: Land fördert sechs Wissenschaftsprojekte in Göttingen
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PRO*Niedersachsen: Land fördert sechs Wissenschaftsprojekte in Göttingen

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18:30 21.07.2020
Duderstadt gehört zur Forschungsregion der HAWK-Wissenschaftler. Quelle: r
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Göttingen/Hannover

Mit dem Förderprogramm PRO*Niedersachsen fördert das Land Niedersachsen die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Insgesamt 4,5 Millionen Euro aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung investiert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) in Forschungsprojekte und wissenschaftliche Veranstaltungen in diesem Bereich.

„Geistes-, kultur- und sozialwissenschaftliche Forschung gibt Aufschluss über historische, politische und kulturelle Zusammenhänge. Eine umfängliche Betrachtung unserer modernen Gesellschaften wäre ohne sie schlichtweg nicht möglich“, so Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler (CDU). „Die geförderten Projekte zeichnen sich durch ein großes fachwissenschaftliches Spektrum und kreative Ansätze aus. Zudem tragen sie zur Vernetzung innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft und zum Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft bei.“

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Zwei Projekte zum ländlichen Raum gefördert

Das HAWK-Forschungsprojekt „Leben am Dreiländereck“ wird über drei Jahre mit insgesamt 148.000 Euro gefördert. Wissenschaftler untersuchen darin die Entwicklungschancen und -hemmnisse ländlicher Räume in Grenzlagen zu Nachbarbundesländern. Als Untersuchungsregion wurde Südniedersachsen mit den angrenzenden Regionen in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Sachsen-Anhalt ausgewählt.

Vier Projekte der Universität Göttingen erhalten einen Zuschuss. Das Forscherteam zur Altersarmut in den ländlichen Räumen Niedersachsens bekommt einen Zuschuss von 235.000 Euro, 142.000 Euro gehen an die Forschung zu „Religiöse Vergemeinschaftung von MigrantInnen auf dem Land“, das Projekt „Geometrie unter Tage – Markscheider im Oberharz der Frühen Neuzeit als Spezialisten im europäischen Kontext“ bekommt 153.000 Euro und die Menschen hinter „Der Mensch und das Moor – Gesellschaftliche Wahrnehmung und Wertschätzung kultureller Ökosystemleistungen von Mooren“ dürfen sich über 226.000 Euro freuen. Außerdem werden bisher unbearbeitete Konvolute in der Ethnologischen Sammlung der Universität Göttingen mithilfe der 198.000 Euro starken Fördersumme erschlossen.

Fachgutachter haben in Zusammenarbeit mit der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen (WKN) die zu fördernden Projekte ausgewählt. Bis zum 15. Oktober können sich Wissenschaftler für eine Förderung 2021 bewerben. Weitere Informationen: mwk.niedersachsen.de

Von Lea Lang