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Göttingen Platz neun im Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Campus Göttingen Platz neun im Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft
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18:16 10.09.2009
Campus des Geisteswissenschaftlichen Zentrums der Universität Göttingen: Die Geistes- und Sozialwissenschaften belegen Platz 16 im DFG-Förderranking 2009.
Campus des Geisteswissenschaftlichen Zentrums der Universität Göttingen: Die Geistes- und Sozialwissenschaften belegen Platz 16 im DFG-Förderranking 2009. Quelle: Hinzmann
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Das Ergebnis im Förderranking 2009 basiert auf den eingeworbenen Forschungsfördermitteln. 153,5 Millionen Euro hat die Georg-August-Universität in den Jahren 2005 bis 2007 eingeworben. Mehr als 2003, damals belegte die Georgia Augusta Platz 15, und im Jahr 2006 Platz 12. Nach Angaben von Universitätspräsident Figura ist die Verbesserung nicht nur auf die erfolgreiche Teilnahme der Universität an der Exzellenzinitiative zurückzuführen: Würden diese Mittel herausgerechnet, erreichte die Universität Göttingen 112,3 Millionen Euro und damit Platz 8.

Sehr gute Platzierungen erhält die Universität Göttingen auch bei den Fördermitteln für Forscherguppen und Graduiertenkollegs. Mit Bewilligungen in Höhe von 12,3 Millionen Euro für die Forschergruppen belegt die Universität Göttingen bundesweit Rang 1, mit 14 Millionen Euro für Graduiertenkollegs Rang 2. Im Rahmen der Einzelförderung wurden der Universität Göttingen 49,6 Millionen Euro bewilligt. Damit nimmt sie Rang 7 ein. Das DFG Förderranking listet noch eine Reihe weiterer Parameter auf wie die Zahl der Gutachter, die für die DFG in Fachkollegien oder der Begutachtung von Einzel- und Verbundprojekten tätig wurden, und die Zahl der durch die Alexander von Humboldt-Stiftung und den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten Gastwissenschaftler. Auch bei diesen Zahlen schneidet Göttingen mit Plätzen zwischen 4 und 8 gut ab.

Für Wettbewerb gerüstet

Die DFG ordnet die einzelnen Fachgebiete vier Wissenschaftsbereichen zu. In den für Göttingen relevanten Bereichen Geistes- und Sozialwissenschaften, Lebenswissenschaften und in den Naturwissenschaften nimmt die Universität die Plätze 16, 6 und 17 ein. Dies entspricht in etwa dem Abschneiden im letzten DFG-Förderranking 2006. Im Ranking werden die DFG-Bewilligungen auch auf die Zahl der Professuren bezogen. In den Lebens- und Naturwissenschaften nimmt die Universität Göttingen jeweils Rang 13 ein, in den Geistes- und Sozialwissenschaften Rang 25. Dabei liegen die durchschnittlich pro Professur bewilligten Drittmittel bei den Lebens- und Naturwissenschaften sechs beziehungsweise 27 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, in den Geistes- und Sozialwissenschaften knapp unter dem Bundesdurchschnitt.

Die Deutsche-Forschungsgemeinschaft sieht nach eigenen Angaben als zentrales Ergebnis ihres Ranking, dass die Hochschulen in Deutschland zunehmend gut für den nationalen und internationalen Wettbewerb in Wissenschaft und Forschung gerüstet sind. Vielen von ihnen sei es in den vergangenen Jahren gelungen, ihre Forschungsprofile zu schärfen und klare fachliche Schwerpunkte zu setzen.

Wechsel an der Spitze

Die Auswertung ergibt zudem, dass die meisten Mitglieder der Spitzengruppe auch in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder erfolgreich abgeschnitten, die seit 2006 läuft und erstmals im DFG-Ranking berücksichtigt wird. Nach Ansicht der DFG, dessen Präsident Matthias Kleiner die Ergebnisse gestern in Bonn vorstellte, verbesserten dank der Exzellenzinitiative einige Hochschulen ihre Platzierungen deutlich. So kletterte die FU Berlin von Platz zehn im Ranking 2006 auf Platz fünf und die Universität Freiburg von Platz elf auf Platz sechs, Göttingen verbesserte sich vom zwölften auf den neunten Platz. Den größten Sprung machte die Universität Konstanz – von Rang 34 auf Rang 16.

An der Spitze der Rangliste 2009 steht die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen. Sie warb 257 Millionen Euro von der DFG ein und löste die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München vom Spitzenplatz ab. Die LMU erhielt 249 Millionen Euro Drittmittel von der DFG. Mit deutlichem Abstand folgen die Universität Heidelberg (215,4 Millionen Euro), die Technische Universität München (200,4) und die Freie Universität Berlin (194,4). Freiburg, Karlsruhe, Erlangen-Nürnberg, Göttingen und die Humboldt-Universität Berlin komplettieren die Gruppe der zehn bewilligungsstärksten Hochschulen.

Von Angela Brünjes