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Göttingen Private Hochschule Göttingen bildet Wirtschaftsinformatiker aus
Campus Göttingen Private Hochschule Göttingen bildet Wirtschaftsinformatiker aus
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16:19 21.03.2019
Haben am Donnerstag den neuen dualen Studiengang Wirtschaftsinformatik vorgestellt: Vertreter der PFH und beteiligter Unternehmen. Quelle: Foto: Hinzmann
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Göttingen

Wirtschaftsinformatiker will die PFH von Oktober an in einem dualen Studium gemeinsam mit Partnerunternehmen ausbilden. Derzeit befindet sich das Konzept in der Akkreditierung. „Wir reagieren mit dem praxisnahen Angebot darauf, dass junge Menschen immer häufiger ein Studium einer Ausbildung vorziehen“, erläuterte Prof. Hubert Schüle am Donnerstag bei der Vorstellung des neuen Studiengangs in den Räumen der Hochschule an der Weender Landstraße 3-7. Schüle lehrt dort Wirtschaftsinformatik und E-Business.

IT Innovationscluster Göttingen/Südniedersachsen

„Weil Firmen zunehmend Probleme haben, Bewerber für eine Ausbildung zum Fachinformatiker zu finden, haben Mitglieder des IT Innovationsclusters Göttingen/Südniedersachsen im vergangenen Sommer die Schaffung eines solchen Angebots angeregt“, ergänzte Netzwerkmanager Andreas Redeker. „Die PFH hat auf diesen Wunsch mit atemberaubender Geschwindigkeit reagiert“, erklärte Ursula Haufe, die Geschäftsführerin der städtischen Wirtschaftsförderung GWG. Dort ist das Cluster angesiedelt.

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„Sechs Unternehmen haben bisher mit uns Kooperationsvereinbarungen geschlossen“, berichtete PFH-Präsident, Prof. Frank Albe. Mit dabei seien das Einbecker Saatzuchtunternehmen KWS Saat und der Northeimer Wellpappenspezialist Thimm, der Duderstädter Healthcarekonzern Ottobock und der Göttinger Digitalisierungsdienstleister Sycor. Außerdem beteiligten sich Blackbit digital Commerce, die Prof. Schumann GmbH sowie die Poco Einrichtungsmärkte. Mit weiteren Firmen verhandelten sie derzeit.

Ausbildungsplätze für zehn Studierende

„Wir wollen im Oktober mit 15 bis 20 Studierenden beginnen“, kündigte Schüle an. Die bisherigen Kooperationspartner würden zehn Studierenden Ausbildungsplätze in ihren Unternehmen anbieten. „Wir brauchen Mitarbeiter, die die wirtschaftlichen Prozesse in Kundenunternehmen verstehen und IT-Lösungen erarbeiten können“, erklärte Martina Städtler-Schumann, die Geschäftsführerin der Prof. Schumann GmbH. Seit dem Jahr 2000 bilde sie Fachinformatiker aus – derzeit würden jedes Jahr sechs junge Menschen beginnen. Nun kämen noch jeweils zwei Studierende dazu.

Die jungen Menschen könnten ihr erlerntes Wissen aus der Hochschule während der Praxisphasen im Unternehmen sofort einsetzen, nannte Stefanie Senhen, die Ausbildungsleiterin von Ottobock, Vorteile für die Studierenden. Die praktische Berufserfahrung helfe ihnen wiederum, den Hochschullehrstoff besser zu begreifen.

Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle

„Der Bedarf an Wirtschaftsinformatikern nimmt aufgrund der Digitalisierung stetig zu“, sagte Schüle. Wirtschaftsinformatiker entwickelten digitale Geschäftsmodelle. Sie schafften den Rahmen für digitale Beziehungen zu Kunden, die IT-Infrastrukturen aufbauen, an der Organisation und der Rationalisierung von Geschäftsprozessen mitarbeiten, sich aber auch um Datenschutz und Datensicherheit kümmern.

Von Michael Caspar

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