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Göttingen Trenkwalder wird erste Präsidentin nach 14 Männern
Campus Göttingen Trenkwalder wird erste Präsidentin nach 14 Männern
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13:12 03.10.2019
Claudia Trenkwalder löst Christopher Goetz ab - als erste Präsidentin der "International Parkinson and Movement Disorder Society". Quelle: r
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Kassel

Bisher war die Leitung der internationalen Parkinsongesellschaft fest in Männerhand. Das hat sich jetzt geändert. Als erste Frau nach 14 männlichen Präsidenten ist Prof. Claudia Trenkwalder zur Präsidentin der „International Parkinson and Movement Disorder Society“ (MDS) gewählt worden. Die Chefärztin der Paracelsus-Elena-Klinik in Kassel löst Christopher Goetz von der Rush University Chicago ab. Seit 2011 bekleidet Trenkwalder eine Professur für Bewegungsstörungen in der Neurochirurgie der Universitätsmedizin Göttingen.

Die Stabsübergabe sei beim MDS-Jahreskongress in Nizza erfolgt, teilt Dirten von Schmeling als Sprecher der Paracelsus-Kliniken mit. Der Kongress sei mit 5900 Teilnehmern der bislang größte in der Geschichte der führenden wissenschaftlichen Fachgesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen gewesen. Die MDS fördere mit Länder-Vertretungen weltweit aktive medizinische Weiterbildung und den globalen wissenschaftlichen Austausch.

„Knapp 50 Prozent unserer Mitglieder, insbesondere die unter 40-Jährigen, sind weiblich“, sagt Trenkwalder: „Ich habe mich sehr gefreut, dass diese Präsidentschaft auch eine Führungsrolle der Frauen in der MDS deutlich macht.“ Die gut vernetzte Ärztin und Wissenschaftlerin, die in den USA über das „Restless-Legs-Syndrom“ habilitiert hat und auf mehr als 400 Veröffentlichungen zurückblicken kann, wird die MDS bis 2020 leiten. Trenkwalder will die Ländersektionen in Afrika und Asien weiter stärken, die jüngeren Mitglieder einbinden, den Nachwuchs fördern und die Digitalisierung vorantreiben.

Von Kuno Mahnkopf

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