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Göttingen Prof. Dr. Claus Ropers neuer Direktor am MPI in Göttingen
Campus Göttingen Prof. Dr. Claus Ropers neuer Direktor am MPI in Göttingen
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15:00 21.05.2020
Prof. Dr. Claus Ropers. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Prof. Dr. Claus Ropers heißt der neue Direktor am Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie. Er hat die Stelle im Nebenamt angetreten. Der Physiker bleibt zunächst weiter als Professor für experimentelle Festkörperphysik an der Universität Göttingen tätig.

In seinem neuen Tätigkeitsbereich wird Ropers zukünftig die Abteilung „Ultraschnelle Dynamik“ leiten. Dort wird er zunächst mit einem kleineren Team forschen, bis die neuen Räumlichkeiten am Institut fertiggestellt sind.

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Anspruchsvolle Konzepte

„Wir freuen uns außerordentlich, dass wir Claus Ropers als neuen Kollegen gewinnen konnten“, sagt Marina Rodnina, geschäftsführende Direktorin des Instituts. „Claus Ropers verfolgt sehr originelle Strategien, mit denen es ihm gelingt, anspruchsvolle Konzepte experimentell umzusetzen und zu untermauern. Mit seinen visionären Ideen und seiner Kreativität hat er viele innovative Forschungsansätze initiiert und ist in neue Dimensionen der zeitaufgelösten Elektronenmikroskopie vorgestoßen“, so Rodnina.

Der Experimentalphysiker untersucht mit seinem Team die strukturelle, elektronische und magnetische Dynamik in Festkörpern, Nanostrukturen sowie Oberflächen. Ropers möchte mit seiner Forschung fundamentale Fragen klären. Wie beispielsweise fotovoltaische Energieumwandlungsprozesse ablaufen. Was für den Wissenschaftler sein Forschungsgebiet besonders reizvoll macht, ist die Tatsache, dass dafür neue Experimente entwickelt werden müssen.

Ultraschnelle Vorgänge

„Mich begeistert, dass wir mit neuen experimentellen Zugängen zum ersten Mal Prozesse sehen und erforschen können, die bisher verborgen blieben. Wir betrachten die ultraschnellen Vorgänge in der mikroskopischen Welt von Atomen und Molekülen, die in Femto- oder Picosekunden – also Billiardsteln und Billionsteln einer Sekunde – ablaufen, sozusagen in Super-Zeitlupe“, erklärt der neu berufene Max-Planck-Direktor.

Blick in eines der Labore von Claus Ropers. Seine Arbeitsgruppe entwickelt ultraschnelle Messapparaturen (Vordergrund) unter Zuhilfenahme gepulster Laserquellen (Hintergrund). Quelle: r

Ropers studierte Physik an der Universität Göttingen und an der University of California, Berkeley (USA). Er arbeitete am Berliner Max-Born-Institut und promovierte 2007 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Am Max-Born-Institut war er als Projektleiter tätig, kehrte aber nach einem Jahr 2008 wieder nach Göttingen zurück. Dort forschte er als Juniorprofessor mit Tenure Track-Option und Leiter der Arbeitsgruppe Nano-Optik und ultraschnelle Dynamik. Mit nur 34 Jahren wurde er 2011 zum Professor berufen.

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Von Vicki Schwarze

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