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Göttingen Religiöses Leben von Minderheiten
Campus Göttingen Religiöses Leben von Minderheiten
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19:07 31.03.2009
Internationale Tagung: Gastgeber Vertovec und van der Veer mit Gast Casanova (von links) in der MMG-Bibliothek. 
Internationale Tagung: Gastgeber Vertovec und van der Veer mit Gast Casanova (von links) in der MMG-Bibliothek.  Quelle: Mischke
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 Internationale Wissenschaftler vom New Yorker „Social Science Research Council“ stellten auf Einladung der MMG-Direktoren Prof. Steven Vertovec und Peter van der Veer Ergebnisse ihrer Studien in drei Weltstädten mit verschieden Migrationsgruppen vor: London, Johannesburg, Kuala Lumpur. Religionssoziologe Pro. José Casanova von der us-amerikanischen Georgetown Universität erklärte, dass Anhänger von Christentum, Hinduismus oder Islam neue Formen gefunden haben, sich in den Megacities Raum zu verschaffen.

Casanova, dessen neues Buch „Europas Angst vor der Religion“ im Mai erscheint, beschrieb das Forschungsprojekt, das religiöses Leben von Auswanderern zum Thema hat.

Unterschiedliche Öffnung

Die aus dem afrikanischen Kongo stammende Kimbanguistenkirche und die Aktivitäten ihrer Anhänger in London und Johannesburg schilderten Prof. John Eade und Dr. Caroline Jeannerat. In London leben die Kimbanguisten ihr kirchliches Leben offener als in Johannesburg. Hier sei die Situation auf die Gruppe beschränkt, weil im Gottesdient kongolesisch gesprochen werde, so Jeannerat. Anders sei die Öffnung der nigerianischen Pfingstkirchen-Gemeinde in Südafrika, die dort an vielen Orten ihre Gottesdienste in englischer Sprache abhalte.

Den Unterschied mache das Selbstverständnis der Religionen aus, meinte Prof. Diana Wong, die in Kuala Lumpur das religiöse Leben von Migranten untersucht. Entscheidend sei, ob es sich um eine Weltreligion handele oder eine Immigranten-Religion wie im Fall der Kimbangu-Kirche. Wong stellte auch die Besonderheit von religiösen Minderheiten und ihren Kirchen in Malaysia heraus: Hier sei es für Minderheiten schwierig, Grundstücke für religiöse Zwecke zu erhalten. Ein Grund dafür, dass dort, anders als in London, große Kirchen fremder Religionen, „versuchen, sich unsichtbar zu machen“.

                                                                                                                                      Von jes