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Göttingen Moderne Infrastrukturen für das Hochleistungsrechnen
Campus Göttingen Moderne Infrastrukturen für das Hochleistungsrechnen
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19:00 27.03.2019
Richtfest am 26. März 2019 für das Rechenzentrum der Universität Göttingen auf dem Nordcampus. Weitere Beteiligte an dem Projekt sind neben der Universität die Universitätsmedizin Göttingen, die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen und die Max-Planck-Gesellschaft. Quelle: Peter Heller
Göttingen

Richtfest auf dem Nordcampus: Seit Anfang 2018 baut die Universität Göttingen dort das neue gemeinsame Rechenzentrum für den Wissenschaftsstandort Göttingen. Partner des derzeit größten Neubauprojekts der Universität sind die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und die Max-Planck- Gesellschaft (MPG). Das Rechenzentrum der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) stellt künftig allen beteiligten Einrichtungen zusätzliche Rechen- und Speicherkapazitäten für Forschung, Lehre, gemeinsames Arbeiten, Krankenversorgung und Administration zur Verfügung. Im ersten Bauabschnitt entsteht am Burckhardtweg 4 bis 2020 zunächst ein gemeinsam genutzter Gebäudekomplex mit Maschinenraum und Büroflächen. Die Kosten liegen bei rund 38,5 Millionen Euro.

„Mit dem Neubau erhält der Wissenschaftsstandort Göttingen – zusammen mit Berlin Heimat des neuen Hochleistungsrechners IV – ein Rechenzentrum, das den heutigen Ansprüchen an Forschung und Lehre genügt“, erklärte Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, gestern (26. März 2019) beim Richtfest. „Die Universität schafft damit die Basis für den Start in eine digitale Zukunft. Landesweit gewinnt der IT-Bereich erfreulicherweise deutlich an Dynamik. Mit seinen innovativen und anwendungsorientierten Hochschulen ist Niedersachsen ein starkes Forschungsland.“

„Die Hochschulen sind Pioniere und Antreiber des digitalen Wandels. Daher spielen sie in der Digitalstrategie der Landesregierung eine zentrale Rolle“, sagte Stefan Muhle, Staatssekretär Digitalisierung im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. „Die Bedeutung von datengetriebener Forschung und maschinellem Lernen wächst rasant. Mit dem neuen Rechenzentrum erhält der Wissenschaftsstandort Göttingen die nötige IT-Infrastruktur, um auch künftig Forschung auf höchstem Niveau betreiben zu können.“

„Das gemeinsame Rechenzentrum ist ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des Göttingen Campus und eine wichtige Investition in die Zukunft“, so Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel. „Alle wissenschaftlichen Disziplinen benötigen heutzutage innovative und leistungsfähige IT- und Informationsinfrastrukturen, und die Anforderungen in diesem Bereich werden weiter wachsen. Hier optimale Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre bereitzustellen ist eine unserer zentralen Aufgaben.“

Das Rechenzentrum ist darauf ausgelegt, den Wissenschaftsstandort Göttingen in seiner internationalen Konkurrenzfähigkeit zu stärken. Künftig laufen dort die Forschungsinfrastrukturen für das Hochleistungsrechnen, das Daten- und Bildmanagement sowie die Langzeitarchivierung bei wachsenden Anforderungen an die Verfügbarkeit der Daten zusammen. Aus dem Projekt ergeben sich unterschiedliche Synergien: So soll beispielsweise die im Rechenzentrum durch die Rechnerleistung anfallende Abwärme genutzt werden, um die südlich des Burckhardtwegs geplanten Gewächshäuser der Fakultät für Agrarwissenschaften zu heizen. In einem zweiten Bauabschnitt sollen die Kapazitäten des Rechenzentrums erweitert und der Bereich eResearch gestärkt werden.

Von pug

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