„RoKo“-Wohnheim in Göttingen wird drei Jahre lang saniert
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„RoKo“-Wohnheim in Göttingen wird drei Jahre lang saniert

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17:00 22.09.2021
Das „RoKo“ in Göttingen wird drei Jahre lang saniert.
Das „RoKo“ in Göttingen wird drei Jahre lang saniert. Quelle: Studentenwerk Göttingen
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Göttingen

Die Sanierung des „RoKo“, des Studentenwohnheims an der Robert-Koch-Straße 38, hat im Juli begonnen. Drei Jahre lang soll das Wohnheim, in dem bis zu 418 Studierende untergebracht sind, bearbeitet werden. Ein Bewohner des RoKo meldete sich beim Tageblatt, weil der Baulärm das Wohnen und Studieren stark behindere. „Es gibt keine anderen Wohnungen für die Studenten, die da noch leben“, sagte der Bewohner. Es sei „sehr sehr schwer, dort wohnen“. Das Studentenwerk Göttingen, dem das Wohnheim gehört, sagt, nur ein betroffener Student habe sich bisher bei ihnen gemeldet. „Wir haben Kontakt aufgenommen und können den Fall im Dialog klären“, so Pressesprecherin Anett Reyer-Günther.

Im Juli sei mit vorbereitenden Arbeiten für die Kernsanierung des Wohnheims begonnen worden. „Das optisch markante Wohnheim gegenüber dem Universitätsklinikum ist ohne Zweifel in die Jahre gekommen“, so Reyer-Günther. Das 45 Jahre alte Wohnheim müsse energetisch, brandschutztechnisch und infrastrukturell auf den derzeitigen Stand der Technik gebracht werden.

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Erst Kanal, bald Kernsanierung

Zuerst wurde der Kanal außerhalb des Gebäudes saniert, so die Sprecherin weiter. Ab dem 1. Oktober folge nun die aufwändige Kernsanierung des Wohnheims. Insgesamt sollen Schmutzwasserstränge, Fassadenplatten sowie Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektroinstallationen erneuert werden. Darüber hinaus soll der Brandschutz auf den Stand aktueller Vorschriften gebracht, bauphysikalische Mängel beseitigt und die Aufzüge erneuert werden.

„Das alte Mobiliar und die Fußböden werden komplett ausgetauscht und die Bäder neu hergerichtet, um die Zimmer mit modernem Standard anbieten zu können“, sagt Reyer-Günther. Die Baumaßnahme am RoKo-Wohnheim wird nach derzeitigem Stand 22,8 Millionen Euro kosten – ohne Mobiliar und Nebengebäude, heißt es vonseiten des Studentenwerks.

Drei Bauabschnitte, jeweils ein Drittel der Zimmer betroffen

Drei Bauabschnitte sieht der Plan vor, von jedem ist etwa ein Drittel der Zimmer betroffen. Die Bewohnerinnen und Bewohner des ersten Bauabschnittes seien rechtzeitig informiert worden durch das Studentenwerk, individuelle Umzugsmöglichkeiten in andere Wohnheime des Studentenwerks seien nach Verfügbarkeit angeboten worden, heißt es. Zudem habe das Studentenwerk auch Umzüge organisiert, so Reyer-Günther. Die Bauabschnitte 2 und 3 könnten derzeit weiter bewohnt werden.

„Baumaßnahmen zur üblichen Instandhaltung finden fortlaufend in allen Wohnheimen nach Bedarf statt“, ergänzt Carmen Heine, Leiterin Gebäudemanagement beim Studentenwerk. Das Studentenwerk verfügt im gesamten Stadtgebiet über rund 40 Wohnheime mit etwa 4800 Wohnheimplätzen.

Lesen Sie auch: Studentenwerk Göttingen geht von Vollvermietung seiner 4800 Wohnplätze bis Oktober aus

Größte Sanierungsmaßnahme eines Wohnheims

„Dies ist die größte Sanierungsmaßnahme eines Wohnheimes, die derzeit im Studentenwerk Göttingen stattfindet,“ erläutert Prof. Jörg Magull, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Studentenwerks. Die Sanierungsmaßnahme in der Roten Straße 1-5/Burgstraße 52 sei im August 2021 nach rund drei Jahren Bauzeit erfolgreich beendet worden. Im Februar 2020 habe das Studentenwerk den Neubau seines Wohnheims Lutterterrasse nach eineinhalb Jahren Bauzeit fertiggestellt und noch im selben Monat sei der Erstbezug erfolgt, so Magull.

Von Lea Lang