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Göttingen Rudi-Busse-Young-Investigator Award geht an den Göttinger Kardiologen Philipp Bengel
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Rudi-Busse-Young-Investigator Award geht an den Göttinger Kardiologen Philipp Bengel

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15:54 28.12.2020
Dr. med. univ. Philipp Bengel, Assistenzarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen.
Dr. med. univ. Philipp Bengel, Assistenzarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen. Quelle: r / umg/hzg
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Dr. Philipp Bengel, Assistenzarzt der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) mit dem Rudi-Busse-Young-Investigator-Award für Experimentelle Herz-Kreislaufforschung geehrt worden. Dies teilte die UMG am Montag mit. „Ausgezeichnet werden experimentell tätige junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis zum vollendeten 35. Lebensjahr“, heißt es in einer Mitteilung. Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert.

Die Auszeichnung wurde bereits anlässlich der DGK-Jahrestagung Mitte Oktober vergeben. Während des Online-Kongresses stellten vier Vortragende ihre Projekte in der Grundlagenforschung vor, Philipp Bengel setzte sich mit seinem Vortrag über den Einfluss eines speziellen Natriumkanals auf die Entstehung von Herzrhythmusstörungen und den Verlauf der Herzschwäche durch. Die Hälfte aller Patienten mit einer Herzschwäche verstirbt an bösartigen Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien). Diese entstehen durch komplexe strukturelle und funktionelle Veränderungen des Herzmuskels („Remodeling“), die die elektrische Erregung des Herzens krankhaft beeinflussen. Grundlegend für die elektrische Erregung sind sogenannte Ionenkanäle.

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Die Göttinger Herzforscher um Bengel konnten in ihrem Projekt zeigen, dass ein spezieller Natriumkanal mit einem zentralen Protein in der Herzschwäche interagiert. Der Kanal kommt überwiegend in Nervenzellen vor und wurde erst vor kurzem auch in geringerer Ausprägung im Herzen entdeckt. Die Interaktion mit dem Protein führt zu einer verspäteten Schließung dieses Natriumkanals, dadurch bedingt zu einer Erhöhung des Natriumstroms und begünstigt so das Auftreten von Herzrhythmusstörungen. Bei Untersuchungen in einem Mausmodell für „Herzschwäche“ führte das gezielte Ausschalten dieses Kanals zu weniger Arrhythmien und damit zu einem verbesserten Überleben bei Herzschwäche.

„Mit dieser Erkenntnis könnte ein möglicher neuer Ansatz für die Behandlung von Herzrhythmusstörungen bei Herzschwäche entwickelt werden, der nun in weiterführenden Experimenten genauer untersucht werden muss“, sagt Philipp Bengel.

„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung von Herrn Dr. Bengel mit dem Young-Investigator-Award, der mit seinen Kolleginnen und Kollegen eine wichtige Forschungsarbeit geleistet hat. Die gewonnenen Ergebnisse sind eine hervorragende Grundlage für die Entwicklung neuer Therapieansätze für die Behandlung von Herzrhythmusstörungen", sagt Prof. Dr. Gerd Hasenfuß, Direktor der Klinik für Kardiologie und Pneumologie und Vorsitzender des Herzzentrums der Universitätsmedizin Göttingen.

Von Nadine Eckermann / r

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