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Göttingen Worthmann erhält Laura-Maria-Bassi-Preis
Campus Göttingen Worthmann erhält Laura-Maria-Bassi-Preis
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14:00 22.02.2019
Die Laura-Maria-Bassi-Preisträgerin Sara Worthmann (3.v.l.) freute sich mit den Mitgliedern des Awareness-Teams (v.l.) Anna Zaumseil, Sinja Finselberger, Charleen Dresen, Pooya Shojaee und Eva Slavik über die Auszeichnung. Quelle: r
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Frankfurt

Den Laura-Maria-Bassi-Preis für Frauenförderung und eine geschlechtersensible Hochschulkultur vergibt die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) in diesem Jahr an die Studentin Sara Worthmann, stellvertretend für ihr „Awareness“-Team, wie die Hochschule mitteilt.

Die Frankfurterin, die aus Göttingen stammt, nahm den Preis Mitte Februar entgegen. Sie initiierte und konzipierte ein sogenanntes Awareness-Konzept für größere Veranstaltungen: Abgeleitet vom englischen Ausdruck „to be aware“ (sich bewusst oder sensibilisiert sein) sieht es vor, dass bei größeren Veranstaltungen der verfassten Studierendenschaft, zum Beispiel Partys mit mehr als 200 Personen, ein geschultes Awareness-Team anwesend ist. Es dient als Anlaufstelle für Menschen, die Opfer persönlicher Übergriffe jeglicher Art – sexistisch, rassistisch, antisemitisch oder homophob – werden und bietet Hilfe an und einen sicheren Raum, in den Betroffene sich zurückziehen können.

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Politischer Gestaltungsauftrag

Sara Worthmann hat mit ihrem Engagement für das Awareness-Konzept einen Lösungsansatz zu einer Herausforderung entwickelt, die uns als Hochschulleitung auch immer wieder beschäftigt: Wie können wir in der Frankfurt University of Applied Sciences mit ihrer enorm heterogenen Studierendenschaft für den Einzelnen oder die Einzelne, unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sexueller Identität, Religion und politischer Haltung ein angstfreies Klima schaffen?“, so Professorin Kira Kastell, Vizepräsidentin der Frankfurt UAS.

Worthmann ist seit 2018 Vizepräsidentin des Studierendenparlaments (StuPa) und Referentin für politische Bildung im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Frankfurt UAS und sieht darin einen klaren politischen Gestaltungsauftrag. „Schule und Studium sind Orte, an denen man noch viele Menschen erreicht, zu denen man später keinen Zugang mehr hat“, begründet Worthmann ihre Motivation. Aus dem Studium, eigener Erfahrung und durch ihre Arbeit als Tutorin im Rahmen der Erstsemestereinführungen wusste sie, dass es auch bei den Hochschulpartys zu sexistischen, rassistischen und homophoben Anfeindungen sowie zu unerwünschter Anmache kommen kann.

Der mit 1000 Euro dotierte Laura-Maria-Bassi-Preis wird seit 2005 jährlich an Hochschulangehörige verliehen, die sich in besonderem Maße für die Gleichstellung von Frauen und Männern und eine geschlechtersensible Hochschulkultur einsetzen.

Von R / nog

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