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Göttingen Von der Entstehung der Erde bis zu Fossilien
Campus Göttingen Von der Entstehung der Erde bis zu Fossilien
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14:34 23.07.2017
Mit Unterstützung der Studenten konnten die Teilnehmer die Mineralien auch selbst untersuchen.
Mit Unterstützung der Studenten konnten die Teilnehmer die Mineralien auch selbst untersuchen. Quelle: ve
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Göttingen

Vier Studenten der Geowissenschaften hatten sich bereit erklärt den Interessierten die Grundlagen ihres Studiums während der dreitägigen Veranstaltung näher zu bringen. Susann Zickler, Maxim Bogdanowitsch, Kersten Löwen und Kevin Przepiora hatten die einzelnen Kursteile unter einander aufgeteilt. „Außer den Theorieteilen enthält der Kurs auch mehrere Übungen, in denen die Teilnehmer das Gehörte auch selbst einmal umsetzten können“, berichtete Zickler, die sich im Masterstudium befindet.

Rund 20 Interessierte waren gekommen, um mehr über Geologie zu erfahren. Zu Kursbeginn erläuterte Przepiora die Entstehung der Erde vom Urknall vor etwa 13,7 Milliarden Jahren bis heute. Die Proto-Erde sei entstanden als eine Gaswolke kollabierte und sich die Sonne entzündete sowie sich mehrere Körper an einer Stelle anhäuften. „Auch der Mond ist durch die Bildung von Trümmerhaufen entstanden“, berichtete Przepiora. Dadurch, dass das schwere Material, aus dem die Erde besteht, zum Kern gesunken sei, das Leichte aber nicht, sei die Auftrennung der Erde in Kern, Mantel und Kruste entstanden. Außerdem erklärte der Student den Kursbesuchern, dass die Erdkruste überwiegend aus Sauerstoff, 46 Prozent, und Silizium, 28, Prozent, bestehe. Die gesamte Erde hingegen aber zum größten Teil, nämlich 35 Prozent, aus Eisen bestehe. Sauerstoff habe an der gesamten Erde einen Anteil von 30 Prozent. 

Als zweiter Baustein ging es am ersten Kurstag um Minerale. Hierbei erfuhren die Geologie-Interessierten, dass Minerale anhand von sieben Merkmalen klassifiziert werden können. Die Bestimmung erfolgt über die Farbe, die Strichfarbe, die nicht mit der Farbe identisch sein muss, den Glanz, die Durchlässigkeit des Lichtes, die Härte, die Spaltbarkeit und die Kristallform. Hier bekamen die Teilnehmer dann auch eigene Minerale, die sie mit der Lupe betrachten konnten und mit verschiedenen Gegenständen auf ihre Härte überprüfen konnten.

Der zweite Block des Schnupperkurses befasste sich zunächst mit der Plattentektonik. Auf dem Erdmantel, so erfuhren die Interessierten, befinden sich Platten. Diese schwimmen als bewegliche Schollen auf dem Erdmantel. Außerdem erklärten die Studenten die Unterschiede zwischen ozeanischer und kontinentaler Kruste. Zudem erläuterten sie auch die verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten der Platten. Denn diese können sich voneinander entfernen, aneinander vorbei oder übereinander bewegen.

Auf dem Programm stand auch der Kreislauf der Gesteine, bei dem die drei Gesteinsgruppen vorgestellt wurden. Hier hatten die Teilnehmer in den Übungen die Möglichkeit anhand der Gesteine die Mineralien vom ersten Tag wiederzuerkennen. Zum Abschluss des Kurses ging es um Fossilien. „Hierbei zeigen wir, wie ein Tier überhaupt zu einem Fossil wird“, sagte Zickler. Neben tierischen kann es auch pflanzliche Fossilen geben. Durch Fossilien könnte das relative Alter der Umgebungsgesteine bestimmt werden. Außerdem könne anhand der Lebensdauer einer Art bestimmte Zeitabschnitte festgelegt werden. Die Übung hierzu bestand aus der Bestimmung der Fossilien über ihre Gattung, ihr Alter, die Größe, die Lebensweise und bestimmte Merkmale. ve