Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen „Demokratiegefährdend und unsolidarisch“: Göttinger AStA gegen „Studenten stehen auf“
Campus Göttingen

"Studenten stehen auf"-Corona-Protest in Göttingen: AStA der Universität übt heftige Kritik

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:48 13.12.2021
Gegen den Protest von „Studenten stehen auf“ in Göttingen positioniert sich der Allgemeine Studierendenausschuss.
Gegen den Protest von „Studenten stehen auf“ in Göttingen positioniert sich der Allgemeine Studierendenausschuss. Quelle: Peter Heller / Christina Hinzmann
Anzeige
Göttingen

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Georg-August-Universität hat sich gegen die Gruppe „Studenten stehen auf“ positioniert, die am Wochenende mit einem Protest gegen Corona-Maßnahmen am Göttinger Gänseliesel und zahlreichen Verstößen gegen die Corona-Regeln aufgefallen war. Die Haltung und Handlungen der Gruppe seien „demokratiegefährdend und unsolidarisch“, heißt es in einer Stellungnahme des Gremiums.

Anne Harzendorf, Außenreferentin des AStA, bezieht deutlich Stellung: Die Gruppe „Studenten stehen auf“ reihe sich in das Umfeld der „Querdenken“-Bewegung und der Partei „Die Basis“ ein. „Als Studierendenvertretung positionieren wir uns deutlich gegen alle diese rechtsoffenen bis rechtsextrem unterlaufenen Gruppen, die die Existenz und Gefahren von Covid-19 und die Bedeutung des Impfens für die Pandemiebekämpfung leugnen“, so Harzendorf, und weiter: „Wir distanzieren uns von Impfgegner:innen und deren Protesten gegen die Infektionsschutzmaßnahmen.“

GT/ET-Update – Der Newsletter

Die wichtigsten Nachrichten aus Göttingen, dem Eichsfeld und darüber hinaus täglich um 17 Uhr in Ihrem E-Mail-Postfach.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Offizieller Anlass für den Protest von „Studenten stehen auf“ war am Sonnabend, dass 3G in der Universität „faktisch von dem Zugang zu Bildung“ ausschließe – ein guter Teil der rund 100 Demonstranten war augenscheinlich nicht mehr im üblichen Studierendenalter. Zu dieser Behauptung bezieht AStA-Hochschulreferentin Hannah Bornemann Stellung: „Als Vertretung der Studierenden setzen wir uns natürlich für gute Lehre möglichst in Präsenz ein. Jedoch ist dies nur verantwortbar, wenn ein entsprechender Gesundheitsschutz gewährleistet werden kann.“ Und das sei aktuell nicht der Fall. Zurückhaltung sei in dieser Situation auch eine Frage der Solidarität.

Von Tammo Kohlwes