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Göttingen Ein „recht unspektakuläres Jahr“ in der Hochschulpolitik?
Campus Göttingen Ein „recht unspektakuläres Jahr“ in der Hochschulpolitik?
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20:56 18.12.2018
Das Studierendenparlament der Universität Göttingen bei einer konstituierenden Sitzung in den Vorjahren – oft ein turbulenter Vorgang, der sich über mehrere Tage zieht. Quelle: Christina Hinzmann
Göttingen

Die Hochschulwahlen rücken näher – und damit auch der alljährliche Wettstreit darum, welche studentischen Gruppen im kommenden den AStA als Studierendenvertretung stellen. Nun hat die Universitätsleitung veröffentlicht, welche Hochschulgruppen zur Wahl vom 15. bis zum 17. Januar antreten.

Wie üblich haben sich dafür Studenten zu sogenannten Wahllisten zusammengeschlossen: Die Alternative Linke Liste (ALL) ist mit 181 Kandidaten die umfangreichste Liste, danach folgen die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder mit 158 Kandidaten, die Grüne Hochschulgruppe (GHG) mit 121 Aspiranten auf ein Mandat und die Juso-Hochschulgruppe mit 110. Für den Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) treten in diesem Jahr 87 Kandidaten an, für die liberale Hochschulgruppe (LHG) 39.

Nerdcampus und LiLi vereint

Die Gruppen „Nerdcampus“ und die sogenannte Linksliberale Liste (LiLi) haben sich in diesem Jahr zusammengeschlossen. Für das gemeinsame Projekt wollen sich 30 Studenten wählen lassen. Für die Hochschulgruppe Schwarz-Rot-Kollabs würden 20 Aktive ein Mandat übernehmen, für „Die Liste“ sieben und für die Partei-Hochschulgruppe sind es drei.

Gewählt wird zwischen dem 15. und dem 17. Januar, wenn auch die Wahlen für weiteren Universitären Gremien anstehen. Mit etwa 30 Prozent gehört die Universität Göttingen zu den Hochschulen, die im bundesweiten Vergleich eine hohe Wahlbeteiligung haben. Die Wahlen zum Studierendenparlament, das den Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) wählt, sorgen dabei stets für den heftigsten Wahlkampf. Konkrete Inhalte für diesen haben die Hochschulgruppen aber noch nicht festgelegt, auch Wahlprogramme wurden bisher nicht veröffentlicht.

Unspektakuläre Wahlperiode

Die jüngste Wahlperiode nennen Kenner der Hochschulpolitik „recht unspektakulär“: Die ganz großen Skandale seien der Studierendenschaft erspart geblieben. Zwar habe es im Studierendenparlament regelmäßig den üblichen Hickhack zwischen eher linken und eher konservativen bis apolitischen Gruppen gegeben. Doch abseits einer Diskussion über die aus Sicht von Kritikern durch den AStA übertrieben hoch dargestellte Teilnehmerzahl beim Campus-Festival drangen wenig Streitpunkte in die Öffentlichkeit

Der AStA, zuletzt bestehend aus Vertretern von ADF, RCDS und LHG, blickt auf zufrieden auf die bald endende Wahlperiode zurück: „Alle fünf Referenten ziehen ein positives Fazit“, sagte AStA-Außenreferent Dominik Bollendorf (RCDS). „Wir haben einige unserer Ziele erreicht, bei anderen Themen bedarf es noch einer weiteren Begleitung durch den AStA“, so Bollendorf weiter.

Nachhaltigkeit und Mehrwegbecher

Bei den drei Kernthemen habe sich allerdings einiges bewegt: In Punkto Nachhaltigkeit habe der AStA die Einführung von Mehrwegbechern beim Studentenwerk begleitet und Veranstaltungen zu Nachhaltigkeitsthemen bei Firmengründungen organisiert. Zur Digitalisierung im studentischen Alltag sei ein Konzeptpapier entworfen worden, eine entsprechende Veranstaltungsreihe habe es ebenfalls gegeben. Auch bei der Diversität habe der AStA Fortschritte erreicht. So gebe es mittlerweile ein regelmäßiges „Diversity-Café“ als Anlaufstelle, auch sei das Thema von den Zuständigen Mitarbeitern im AStA häufig mit dem Universitätspräsidium besprochen worden.

Die Zusammenarbeit mit diesem lief Bollendorf zufolge insgesamt gut. Für Streit zwischen der Universitätsleitung und den Studierendenvertretern habe die Situation am Zess, der Zentralen Einrichtung für Sprachen und Schlüsselkompetenzen, gesorgt. Wegen Unklarheiten bezüglich der Finanzierung seien dort viele Kurse zusammengestrichen worden. „Wir fordern, dass das wieder aufgenommen wird“, bekräftigte Bollendorf die Position des AStA. Außerdem sei es dem AStA wichtig, dass nach dem Scheitern bei der Exzellenzinitiative vor allem die Lehre an der Universität Göttingen verbessert werde.

Von Christoph Höland

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