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Campus Göttingen Studentenwerk Göttingen begrüßt Überbrückungshilfe für Studierende
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10:00 02.05.2020
Ein Studierender verfolgt in Bochum per Laptop eine Online-Vorlesung, sein Mitbewohner kocht.
Ein Studierender verfolgt in Bochum per Laptop eine Online-Vorlesung, sein Mitbewohner kocht. Quelle: dpa
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Göttingen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt eine Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingten Notlagen bereit – darauf weist das Studentenwerk Göttingen hin. Dabei geht es um Studierende, die nicht BAföG-förderfähig sind und keine anderen Einkünfte haben oder ihre bisherigen Einkünfte nicht kurzfristig durch anderweitige Arbeitsgelegenheiten ausgleichen können.

Prof. Jörg Magull, Geschäftsführer des Göttinger Studentenwerks und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Studentenwerke (ARGE), zeigte sich in einer ersten Reaktion überrascht von der Entwicklung und freut sich über die Unterstützung durch das Bundesbildungsministerium: „Unser Dachverband, das DSW, hat die Studentenwerke in den letzten Wochen aktiv darin unterstützt, eine schnelle Lösung auf Bundesebene zu erwirken. Die Aufstockung unserer Nothilfefonds ist ein toller Erfolg und ist dringend notwendig“, betonte Magull.

BMBF stellt 100 Millionen Euro für die Nothilfefonds zur Verfügung

Konkret können deutsche und ausländische Studierende über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinslose Darlehen in Höhe von bis zu 650 Euro monatlich erhalten. Außerdem stellt das BMBF den im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten Studenten- und Studierendenwerken 100 Millionen Euro für ihre Nothilfefonds zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen Zuschuss für Studierende in nachweislich besonders akuter Notlage, der nicht zurückgezahlt werden muss.

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„Unser Dachverband klärt ab kommender Woche mit dem BMBF sowie mit uns Studentenwerken das konkrete Verfahren und die Kriterien für die Vergabe der Nothilfen“, erläuterte Magull. „Wir sind in Göttingen gut vorbereitet und werden unser Möglichstes tun, damit die Hilfen rasch ausgezahlt werden können. Sobald es losgeht, informieren wir die Studierenden aktiv“, sagte der Geschäftsführer des Göttinger Studentenwerks.

DSW-Präsident weist auf Gebot der schnellen Hilfe hin

Prof. Rolf-Dieter Postlep, Präsident des DSW, und Achim Meyer auf der Heyde, DSW-Generalsekretär, nahmen die Mitteilung des Bundesbildungsministeriums positiv auf. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Bundesregierung Studierenden in finanzieller Notlage nun wirksam zu Hilfe kommt“, sagte Postlep. Wichtig sei nun, „dass die Studierenden, die wegen der Corona-Pandemie unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten sind, diese Hilfen bekommen“. Man werde mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung nun „sehr rasch“ das konkrete Verfahren klären, „wie die Hilfe der Studenten- und Studierendenwerke für Studierende in akuten Notlagen konkret ausgestaltet werden soll“.

Für die Umsetzung der Hilfen über die Studenten- und Studierendenwerke „werden wir jetzt zügig mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Verfahren für die konkrete Umsetzung entwickeln“, sagte Meyer auf der Heyde. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Hilfe rasch bei den betroffenen Studierenden ankommt“, ergänzte er.

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