Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Neuer Mehrweg-To-Go-Becher für die Cafeterien
Campus Göttingen Neuer Mehrweg-To-Go-Becher für die Cafeterien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:03 27.11.2018
Benutzen den neuen Becher schon: Charlotte Ebert und Christian Zochowski im Cafe Campus im ZHG. Quelle: Christina Hinzmann / GT
Göttingen

Heiß begehrt war der Becher schon am Montag im Foyer des Zentralen Hörsaalgebäudes. An mehreren Ständen verteilten ihn Mitarbeiter des Studentenwerkes und kaum einer ließ sich die Gelegenheit entgehen, den neuen Mehrweg-Becher kostenlos mitzunehmen. Der To-Go-Becher des Studentenwerkes ist ab sofort in den Cafeterien und Mensen und an den Selbstbedienungsautomaten einsetzbar. Auf diese Weise möchte das Studentenwerk zur Müllvermeidung beitragen.

Idee der Studierenden umgesetzt

Auf die Idee haben Teilnehmer eines Kurses an der Zentralen Einrichtung für Sprachen und Schlüsselqualifikationen (ZESS) der Universität Göttingen das Team des Studentenwerkes gebracht. Zum Thema „Führungskompetenzen/Projektteams leiten und entwickeln“ hatten unter Leitung von Alexander Moritz im Sommersemester 2018 Celine Brinsa, Merve Eryoldas, Niklas de Coninck und Jana Lemke gute Ideen rund um den wiederverwendbaren Becher zusammengetragen. Gemeinsam mit den Studierenden sei der Becher dann entwickelt worden, so Jörg Magull, Geschäftsführer des Studentenwerkes. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und die Grüne Hochschulgruppe waren 2018 ebenfalls Verfechter einer Strategie für einen neuen, wiederverwendbaren Becher gewesen und hatten das Studentenwerk beraten.

5000 dieser Becher wurden dem Studentenwerk jetzt pünktlich zur Immatrikulationsfeier und dem Start ins neue Semester angeliefert. Und darauf ist Magull sehr stolz. Rund neun Monate dauerten Entwicklung und Herstellung eines solchen speziell angepassten Mehrwegbechers sonst. „Unsere sind nach drei Monaten da!“ Ab sofort ist der Becher zum Preis von 4,80 Euro an der Infobox im Foyer der Zentralmensa sowie in allen Cafeterien erhältlich.

Spülmaschinenfest und schwer zerbrechlich

Der neue Becher fasse 0,2 Liter Flüssigkeit. Seine Höhe passt optimal unter die Einfüllstutzen der Selbstbedienungsautomaten in den Einrichtungen des Studentenwerks. Der Becher besteht aus einem ähnlichen Material wie die Teller und Schalen in den Mensen. Im Unterboden ist ein RFID-Chip integriert, um den Ablauf an den Kassen zu vereinfachen. Weitere gute Eigenschaften des neuen Mehrweg-Kaffeebechers: er ist lebensmittelecht, spülmaschinenfest, schwer zerbrechlich und geschmacks- und geruchsneutral. Er sei aber nicht für die Mikrowelle und nicht zum Tiefkühlen geeignet, warnt das Studentenwerk.

Für Kaffee- und Teetrinker stehen in den Cafeterien außer dem neuen Mehrweg-Becher der herkömmliche weiße Keramikbecher sowie die Einmal-To-Go-Becher bereit. Auch eigene Becher von zuhause können künftig verwendet werden – vorausgesetzt, sie haben die korrekte Höhe beziehungsweise fassen 0,2 Liter Flüssigkeit. Nach einer etwa dreimonatigen Übergangsphase wird 2019 in den Cafeterien und Mensen ein Aufschlag auf den Kaffeepreis in Höhe von zehn Cent erhoben, sofern ein Einmal-To-Go-Becher verwendet wird.

14000 Gäste täglich

Das Studentenwerk versorgt in seinen vier Mensen und zehn Cafeterien täglich rund 14000 Gäste. Da dabei eine Menge Abfall anfallen kann, hat das Studentenwerk schon vor längerer Zeit das Konzept „Vermeiden vor Verringern“ entwickelt. Dafür setze man verstärkt auf Großgebinde und Mehrwegsysteme und habe Mehrweggeschirr in allen Mensen und Cafeterien eingeführt, so das Studentenwerk.

Von Christiane Böhm

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mitgestalten, einmischen, aktiv sein: Gut 2500 Studierende wurden am Montag bei der Immatrikulationsfeier an der Georg-August-Universität mit guten Wünschen und manchen Erwartungen im Foyer des Zentralen Hörsaalgebäudes (ZHG) begrüßt.

16.10.2018

Ende September zerstörte ein Tsunami die indonesische Stadt Palu. Wissenschaftler aus Göttingen mobilisieren ein Netzwerk aus Freunden und Helfern, um beim Wiederaufbau zu helfen.

14.10.2018

Welches Studienfach ist das richtige? Diese Frage stellen sich Abiturienten jedes Jahr. Bei der „Herbstuni“ informierte die Studienberatung der Universität Göttingen Schüler und Eltern zum Thema.

14.10.2018