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Göttingen Beschützer-Bären für die Kinder
Campus Göttingen Beschützer-Bären für die Kinder
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20:33 19.12.2017
Nils Amboß (RCDS) und Cederic Meier (ELSA) überreichen den Kinder die Teddybären (von links). Quelle: Foto: Mischke
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Göttingen

Die Vereinigungen hatten vor zwei Wochen sowohl in der Universität als auch in sozialen Netzwerken für sogenannte Teddypaten geworben. Für vier Euro konnten die Studierenden symbolisch ein Bärchen erwerben und ihn auf einem Geschenkanhänger mit einem persönlichen Gruß versehen.

„Wir waren ziemlich überrascht und glücklich“, sagt Amboß, „als wir unseren Bärchen-Stand im ZHG nach eineinhalb Tagen wieder abbauen konnten, weil alle 200 vorab gekauften Teddys einen Paten gefunden hatten.“ Motivation sei gewesen, so Meier, vor allem Kindern kurz vor Weihnachten etwas Gutes zu tun, die es gerade nicht so leicht haben. „Jeder von uns hatte schließlich einmal einen Teddy oder ein Lieblingskuscheltier, das einen durch die Kindheit begleitet hat.“ Bei den persönlichen Wünschen der Paten habe man steuernd eingegriffen und darauf geachtet, Weihnachten nicht ausschließlich als christliches Fest zu sehen. Weil nicht jeder in seiner Glaubensausrichtung mit dem Wunsch nach einem fröhlichen Weihnachtsfest etwas anfangen könne, fanden sich Aussagen wie „Knuddel mich“, „Glücks-Bärchi“ oder „Beschützer-Bär“ auf den Kärtchen. Neben den Flüchtlingsunterkünften werden in den kommenden Tagen auch die Kinder-Krebsstation der UMG sowie die Tafel Göttingen mit Teddys bedacht.

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Bettina Briesemeister, Leiterin der Wohnanlage, freut sich über den Besuch der Studenten und die gemeinsam abgestimmte Aktion. „Wir passen natürlich auf, dass die Kinder hier nicht jeden zweiten Tag Geschenke erhalten.“ Annabel Konermann, die das Ehrenamt koordiniert, wünscht sich, dass über die Studentenvereinigungen vermehrt Sprachpatenschaften für junge geflüchtete Menschen zustande kommen.

Von Christoph Mischke

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