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Göttingen Studenten wollen Flüchtlingskindern im Libanon helfen
Campus Göttingen Studenten wollen Flüchtlingskindern im Libanon helfen
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21:23 14.03.2019
Flüchtlingskinder in einem syrischen Flüchtlingslager in der Nähe von Barelias. Quelle: dpa
Göttingen

Mehr als ein Dutzend Studenten aus Niedersachsen brechen an diesem Sonnabend erneut in den Libanon auf, um dort evangelische Schulen für syrische Flüchtlingskinder zu unterstützen. Die insgesamt 15 Studentinnen und Studenten aus Göttingen, Hildesheim und Osnabrück wollen knapp zwei Wochen in dem arabischen Land bleiben, sagt der Göttinger Hochschulpastor Daniel Küchenmeister. Einige Teilnehmer gehörten bereits zu einer ersten Delegation, die im vergangenen Herbst im Libanon war.

Acht Frauen und Männer aus der Gruppe studieren evangelische Theologie, insgesamt sieben sprechen Arabisch. „So können sie vor Ort Tandems bilden“, sagte Küchenmeister, der die Studenten gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Universität Hildesheim begleiten wird. Die Gäste aus Deutschland wollen sich auf insgesamt drei Schulen aufteilen, die in verschiedenen Landesteilen des Libanon liegen und von der Evangelischen Nationalsynode von Syrien und Libanon (NESSL) betrieben werden.

Viele Kinder sind traumatisiert

„Wir werden mit den Kindern unter anderem basteln und musizieren“, erläuterte Küchenmeister. Auch Sport und Bewegung stünden auf dem Programm: „Das kann sie vom Alltag ablenken, viele Kinder sind traumatisiert.“ Zudem wollen die Studierenden aus der Bundesrepublik mit Spendengeldern gekaufte Lehrmaterialien mitbringen.

Insgesamt würden in den drei Schulen, die in der Nähe von Flüchtlingscamps liegen, rund 260 Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis zwölf Jahren betreut. Es handelt sich dabei sowohl um muslimische als auch um christliche Kinder. Im Libanon leben insgesamt etwa 1,5 Millionen geflüchtete Menschen aus Syrien in Flüchtlingslagern.

Langfristige Partnerschaften angestrebt

Die Reise ist Bestandteil der Initiative „Begegnen.Stärken.Lernen“ der hannoverschen Landeskirche für Syrien und den Libanon. Mit den Schulen in den Lagern sollen langfristige Partnerschaften aufgebaut werden. Lehrende und Studenten aus Niedersachsen sollen regelmäßig in die Schulen gehen, Schulleiter und Lehrer von dort sollen sich in Niedersachsen fortbilden können. Die Solidarität mit Syrien und dem Libanon steht auch im Mittelpunkt eines Gottesdienstes mit Landesbischof Ralf Meister am 31. März um 14 Uhr in der St. Martini-Kirche in Lenglern.

Von epd

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