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Göttingen Agrar-Studenten wollen öffentliche Wahrnehmung verändern
Campus Göttingen Agrar-Studenten wollen öffentliche Wahrnehmung verändern
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10:29 14.05.2019
Teilnehmer der Bundestagung der Fachschaften für Agrarwissenschaften (BAFT). Quelle: Garben
Göttingen

Die Fachschaft Agrarwissenschaften der Universität Göttingen hat in diesem Semester die halbjährlich stattfindende Bundestagung der Fachschaften für Agrarwissenschaften (BAFT) ausgerichtet. Vom 9. bis zum 12. Mai kamen etwa 60 Studierende der Agrarwissenschaft und des ökologischen Landbaus aus ganz Deutschland zusammen, um sich über Fachschaftsarbeit, die Zukunft des Agrarstudiums und der Landwirtschaft auszutauschen. Im Fokus stand diesmal das Thema Öffentlichkeitsarbeit.

Mit Landwirtschaft beschäftigten sich die meisten Menschen heute nur, wenn wieder mal ein Skandal die öffentliche Wahrnehmung erschüttert, sagt Johanna Fry von der Fachschaft für Agrarwissenschaften in Göttingen. „Hier sehen wir Potenzial, das zu verbessern.“

„Wir erreichen den normalen Bürger nicht“

Versuche gibt es schon. Mit dem Blog „AgrarDebatten“ der agrarwissenschaftlichen Fakultät in Göttingen oder dem Hohenheimer Landwirtschaftsdialog, bei dem Experten ihre Beiträge so verfassen, dass sie allgemein verständlich sind, wollen die Agrarwissenschaftler über das Fachpublikum hinaus Menschen erreichen, auch um Wissenslücken zu schließen. Bisher allerdings mit eher bescheidenem Erfolg, wie sie berichten. „Es ist egal, welche Anstrengungen wir unternehmen, wir erreichen den normalen Bürger nicht“, sagt Philipp Unfried von der Fachschaft Hohenheim. Es sei „frustrierend“, wie der Berufsstand wahrgenommen wird. Für Steffen Joost-Meyer zu Bakum ist das eher ein Ansporn. „Wir können etwas ändern und wieder in ein anderes Licht rücken“, sagt er.

Anderes Bild in der Gesellschaft verankern

Um das zu erreichen, wollen die Agrarstudierenden unter anderem mit Studenten anderer Fachrichtung kooperieren, zum Beispiel aus dem Bereich Lehramt. Solche Multiplikatoren könnten eine Chance sein, ein anderes Bild in der Gesellschaft zu verankern.

Zur neuen Vorsitzenden der Bundesagrarfachschaft wurde Luisa Hochstein aus Dresden gewählt. Dort findet auch das nächste Treffen statt.

Von Nora Garben

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