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14:45 21.12.2017
Advent in der WG von Katharina Knop, Leonhard Waffenschmidt, Sinikka von Hoyningen-Huene und Lea Hausmann Quelle: Hausmann
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Göttingen

„Wo soll ich den Weihnachtsbaum denn hinstellen und wann?“, fragt sich Patrick Bode. In einer Zeit, in der selbst der Abwasch oftmals vernachlässigt wird, graut es vielen Studenten im Allgemeinen davor, zu viel Mühe beim Schmücken auf sich zu nehmen. Kurz vor Weihnachten ist in der Uni die Zeit der Deadlines, in der vielen Studierenden einfach nicht der Sinn nach besinnlichem Dekorieren steht. Das Ende der Festlichkeiten ist bereits in Sichtweite und der Aufwand das Geschmückte wieder zu entfernen, scheint zu groß. Viele der Befragten freuen sich auch darauf zu den Feiertagen nach Hause und neben dem heimischen Weihnachtsbaum zur Ruhe zu kommen. „Für mich ist das traditionelle Weihnachtsfest zu Hause wie eine Belohnung für die vergangenen Anstrengungen in der Uni“, sagt Miriam Janz. In der Adventszeit schmückt die Jura-Studentin meistens mit Kerzen oder Kranz, der Weihnachtsbaum steht dann bei ihren Eltern zu Hause. Viele Studenten halten weiterhin die Tradition ein, einen Adventskalender zu verschenken. „Wir wollten ursprünglich sogar einen WG-internen Kalender basteln, haben es dann aber leider doch nicht geschafft“, sagt Roman Kayser.

Chinesischer Glühwein Quelle: Hausmann

Auf der App Jodel wurden im Laufe der Adventszeit einige Fotos hochgeladen, die weitere innovative Ideen zeigen. Jodel ist eine deutschlandweit frei zugängliche App, auf der jeder Teilnehmer anonym beliebige Texte und Fotos posten kann, die von sogenannten Moderatoren auf ihre Verwendbarkeit geprüft werden. Die in Göttingen intensiv genutzte App war von den Machern ursprünglich nur für Studenten vorgesehen, allerdings wird dies beim Herunterladen der App nicht geprüft, so dass nun jeder, der möchte, Zugang hat. Anfang Dezember postete ein Nutzer ein Bild eines WC-Steins, auf dem ein Weihnachtsbaum gedruckt war, mit der Notiz „Mein Weihnachtsbaum dieses Jahr. #studentlife“. Den Advent leitete ein weiterer Nutzer mit einer von vier angeschalteten Herdplatten ein. Beide Fotos fanden einen äußerst positive Resonanz, die sich durch eine hohe Zahl an sogenannten Upvotes erkennen ließ.

Während die Tradition des Schmückens von dem heimischen Studenten anscheinend erst wieder erlernt werden muss, erlangt der Brauch bei ausländischen Studenten immer größeren Zuspruch. In China beispielsweise werden zu Weihnachten keine offiziellen Feiertage veranstaltet, da der Großteil der Bevölkerung dem Buddhismus angehört. „Für die jüngeren Generationen hat Weihnachten einen ähnlichen Stellenwert wie beispielsweise das amerikanische Halloween in Europa“, erklärt Yue Wang, der seit einigen Jahren in Deutschland seinen Master in Chemie macht. „Es gibt seit Neuestem sogar Glühwein in China. Das gab es vorher nicht.“

“Mein Weihnachtsbaum dieses Jahr“: Bild auf Jodel App Quelle: Hausmann

Während in China kaum weihnachtlich dekoriert wird, freut sich Conghui Zhou, die ebenfalls seit einigen Jahren in Göttingen studiert, Teil dieser Tradition zu sein.

Kreativität beweist auch Lisa Jung. Die Sportstudentin ist meistens eine der Ersten, die alle Geschenke, die sie an Weihnachten verschenken will, beisammen hat. Diese werden dann dekorativ auf einer Kommode mit Kerzen und einem kleinen Weihnachtsbaum präsentiert. “Ich mache das tatsächlich jedes Jahr so”, sagt die 20-Jährige.

Die WG um Katharina Knop, Leonhard Waffenschmidt, Sinikka von Hoyningen-Huene und Lea Hausmann bereiten sich auf ähnliche Weise auf Weihnachten vor. Untereinander schenkten sie sich Adventskalender, einige Geschenke wurde auch schon gekauft und eingepackt. “Wir freuen uns vor allem immer auf das jährliche Kekse backen. So steigt bei jedem von uns die Vorfreude auf Weihnachten”.

Von Lisa Hausmann

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