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Göttingen Kruse-Joost als neue Leiterin eingeführt
Campus Göttingen Kruse-Joost als neue Leiterin eingeführt
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11:06 13.06.2019
Pastorin Susanne Kruse-Joost gilt als Allrounderin und Seelsorge-Expertin. Quelle: Christina Hinzmann
Göttingen

Das Evangelische Studienhaus Göttingen (ESHG) hat eine neue Studienleiterin und Geschäftsführerin. Diese Aufgabe hat Susanne Kruse-Joost als Nachfolgerin von Michael Emmendörfer bereits im April übernommen, ist aber erst jetzt mit einem Gottesdienst in der Universitätskirche St. Nikolai ihr Amt eingeführt worden. Der stand in der Pfingstwoche unter dem Motto „Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“.

Geballte theologische Kompetenz

Kruse-Joost ist theologisch mit allen Wassern gewaschen, war unter anderem Pastorin in der heutigen Südstadt-Gemeinde Hannover, Klinikseelsorgerin in Bad Salzdetfurth, Hochschulpastorin in Hildesheim. Im Landeskirchenamt hat die 58-Jährige das Zentrum für Seelsorge mit aufgebaut, ist Supervisorin und in systemischer Beratung ausgebildet. Oberkirchenrat Helmut Aßmann nannte Kruse-Joost, die aus einem bischöflichen Haushalt stammt, mit einem Pastor verheiratet ist und zwei erwachsene Kinder hat (von denen eines Theologie studiert), eine Allrounderin. Ihre ihm nicht leichtgefallene Entscheidung, wieder zum Grundimpuls, zur Seelsorge und Begleitung von Lebenswegen zurückzukehren, zeige, dass sie sich nicht an Posten und Einfluss klammere. Als Eigenschaften, die Kruse-Joost auszeichnen, nannte Aßmann auf Optimierung ausgerichtete Genauigkeit, Nahbarkeit, Einfallsreichtum und Frömmigkeit - „nicht betulich und mit Pomp, aber beharrlich“: „Große Sprüche verfangen bei ihr nicht.“

Berührt von den Musikbeiträgen: Kruse-Joost beim Einführungsgottesdienst. Quelle: Christina Hinzmann

Brückenbauerin und Netzwerkerin

ESHG-Ephorus Prof. Florian Wilk hieß die Gottesdienstbesucher in einem „Raum der Freiheit“ willkommen, sprach von der Begegnung von Glauben und Wissenschaft und dem Studienhaus als einem kirchlichen Brückenkopf. Als Brückenbauerin und Netzwerkerin zwischen Kirche und Uni versteht sich auch Kruse-Joost, die zudem Wert auf ein ökumenisches Band zur Kathholischen Hochschulgemeinde legt. Deren Band sorgte gemeinsam mit dem Flötenensemble der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) für eine stimmungsvolle musikalische Umrahmung des Einführungsgottesdienstes. Kruse-Joosts Ansprache drehte sich um den menschlichen Geist, der sich in der Unistadt in brillanter Weise entfalte, und den Geist Gottes: „Der pfingstliche Geist trennt nicht, er ist inklusiv und verbindet Menschen in neuem Verstehen.“

Kontaktsemester für Pastoren

Prof. Bernd Schröder von der theologischen Fakultät begrüßte die Seelsorge-Expertin als „routinierte Einrichtungsleiterin in einer Situation des Umbruchs“. Der Studienhaus-Standort Obere Karspüle stehe zur Disposition, die Studierenden veränderten sich, die Entfremdung von Kirche und Öffentlichkeit nehme zu, die Uni suche einen neue Leitung: „Wir brauchen Menschen wie Sie, die Mut haben, neue Schritte zu gehen und auch Dinge zu beenden.“

Vertreter des Wohnheims haben Kruse-Joost mit Geschenken bedacht. Quelle: Christina Hinzmann

Superintendent Friedrich Selter merkte an, dass die ESHG-Leiterin auch für das Pastoren-Kontaktsemester zuständig ist und wünschte ihr „eine gute Hand als Wegbereiterin“. ESG-Pastorin Dr. Eva Jain outete Kruse-Joost als kontaktfreudige Raucherin, deren Bürotür stets offen stehe, Wohnheim-Vertreter brachten ihre Wertschätzung mit symbolischen Geschenken und Worten zum Ausdruck: „Für uns ist dieses Haus nicht nur ein Konstrukt, sondern Leben.“

Von Kuno Mahnkopf

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