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Göttingen Philosophierende Naturwissenschaftler treffen sich in Göttingen
Campus Göttingen Philosophierende Naturwissenschaftler treffen sich in Göttingen
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12:00 12.11.2019
Lichtenberg-Skulptur vor der Paulinerkirche: Auch der Göttinger Philosoph und Aphoristiker spielt bei den Vorträgen des Symposiums „Realität und Wirklichkeit“ eine Rolle. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Nach der erfolgreichen Veranstaltung im vergangenen Jahr richtet der bundesweite gemeinnützige Arbeitskreis in Kooperation mit dem Philosophischen Seminar der Georg-August-Universität am Wochenende vom 29. November bis zum 1. Dezember in Göttingen sein zweites wissenschaftlich-philosophisches Symposium in der Paulinerkirche aus. Es steht unter dem Titel „Realität und Wirklichkeit — Vom Finden und Erfinden unserer Welt“. Das Verstehen der Welt und das Handeln in der Welt und um der Welt willen sollen hier also als Einheit verstanden und thematisiert werden.

Die Veranstalter möchten mit ihrem Symposium nicht nur Vertreter von Wissenschaft und Philosophie, sondern auch an Schüler, Studierende sowie alle anderen Interessierten ansprechen. Deshalb gebe es einen Early Bird Tarif, so der Göttinger Informatiker Torsten Nieland vom Arbeitskreis: wer sich bis zum 18. November unter www.aphin-sym.de anmeldet, bekommt einen vergünstigten Teilnahmebeitrag. Vor allen Dingen hoffen „wir auf Interessierte aus Göttingen und Region, da die Veranstaltung nun hier im Zweijahresrhythmus etabliert werden soll“, so Nieland weiter.

Referenten aus 15 Universitäten sprechen

23 Beiträge von Referenten aus 15 Universitäten widmen sich aus sehr unterschiedlicher Perspektive und mit Blick auf verschiedene Aspekte den Fragen, wie wir unsere Welt verstehen und gestalten. Auch das zweite Symposium werde in hohem Maße durch Interdisziplinarität geprägt sein: Nach Betrachtungen zu Raum, Zeit und wissenschaftlicher Begegnung (an einem Beispiel mit lokalem Bezug) im ersten Teil des Ssymposiums, werd wie im Vorjahr der Bereich der Mathematik in den Fokus treten, so Nieland.

Die darauffolgenden Beiträge widmen sich dem Schwerpunkt dieses Symposiums: naturwissenschaftlichen und philosophischen Zugängen zu unserer Welt, beides häufig miteinander verschränkt, von der Frühen Neuzeit bis in die zukunftsoffene Gegenwart. Den Abschluss am Sonntag bilden Betrachtungen zur Technik, zur technisierten Wissenschaft und zu deren Bedeutung für unser Selbst- und Lebensverständnis.

Am Freitag, 29. November, spricht beispielsweise ab 11.20 Uhr Friederike Frenzel von der technischen Universität Dresden unter dem Titel „Den gantzen Tag disputirt, experimentirt, anatomirt“ über Forster und Lichtenberg im Aufeinandertreffen, Austausch und Auseinandergehen. „Gibt es Unendliches“ ist ab 16 Uhr das Thema von Prof. Wilfried Lex, technische Universität Clausthal.

Politik bei Kant

Über das Thema „Der Abschied vom Handwerkergott: Stationen neuzeitlicher Kritik an theologischen Realitätskonzepten vom Uhrmachergleichnis bis zur Evolutionstheorie“ spricht am Sonnabend, 30. November ab 9 Uhr Dr. Andreas Brandt von der Universität Göttingen

Dr. Jürgen Stenzel Max-Planck-Gymnasium Göttingen referiert ab 15.55 Uhr über „Wirklichkeit als Produkt der Stimmung“. Am Sonntag, 1. Dezember, widmet sich Torsten Nieland ab 11.20 Uhr dem Thema „Unsere Welt als Auftrag. Zur Wirklichkeit der Politik bei Kant“.

Das Symposium findet im Vortragsraum im Historischen Gebäude der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek, Papendiek 14, statt. Das detailierte Programm steht im Internet unter www.aphin-sym.de/programm.

Der Verein

Aphin ist ein im Jahre 2013 gegründeter wissenschaftlicher, interdisziplinärer, bildungsorientierter und gemeinnütziger Arbeitskreis im Spannungsfeld von Philosophie, Ingenieur- und Naturwissenschaften. Er ist offen für alle, die mit Freude und Neugierde über ihren eigenen fachlichen Tellerrand hinausschauen und in der Philosophie eine Möglichkeit entdeckt haben, dieser Freude und Neugierde adäquaten Raum zu geben.

Die Ziele des Arbeitskreises sind unter anderem:

– Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit aktuellen und historischen Fragen und Problemen, die im Schnittbereich von Philosophie, Ingenieur- und Naturwissenschaften liegen.

– Unterstützung von Studierenden der Philosophie aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften.

– Aufklärung über die Bedeutung der Philosophie für die Ingenieur- und Naturwissenschaften einerseits und über die Bedeutung von Ingenieur- und Naturwissenschaften für Mensch, Gesellschaft und Natur andererseits.

– Förderung wissenschaftlicher, bildungs-, kunst- und kulturorientierter Arbeiten im Schnittbereich von Philosophie, Technik und Naturwissenschaft.

–Unterstützung und Beratung von Aktivitäten an Bildungseinrichtungen, philosophische Fächer in der Lehre zu etablieren, insbesondere auch interdisziplinär kombinierte.

Von Christiane Böhm

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