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Göttingen Tagung zum anwendungsorientiertem Hochleistungsrechnen
Campus Göttingen Tagung zum anwendungsorientiertem Hochleistungsrechnen
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06:00 19.08.2019
Einer der weltweit schnellsten Super-Computer steht im Leibniz Rechenzentrum im bayerischen Garching. Quelle: R
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Göttingen

Sie kommen zum Berechnen von Großwetterlagen, in der Klimaforschung, der Automobilindustrie, der Luftfahrt oder der Medizin zum Einsatz und sind in der Lage, komplexe Aufgaben in kurzer Zeit zu bewältigen: sogenannte Hochleistungsrechner oder Supercomputer. Experten auf diesem Gebiet der Wissenschaft kommen vom Montag, 26. August, bis Freitag, 30. August, bei der 25. International European Conference on Parallel and Distributed Computing (Euro-Par) zusammen.

Veranstalter sind neben der Georg-August-Universität Göttingen die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbh Göttingen (GWDG) und die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB). Die Konferenz schlägt den Veranstaltern zufolge eine Brücke zwischen der Grundlagenforschung im Hochleistungsrechnen und ihrer Anwendung.

200 Experten aus aller Welt

In diesem Bereich ist die Euro-Par nach Angaben von Prof. Ramin Yahyapour, Geschäftsführer der GWDG und Chief Information Officer der Universität Göttingen, eine der wichtigsten und angesehensten internationalen Konferenzen in Europa. Rund 200 Experten kämen zum Austausch und Entdecken zusammen. Die Stadt Turin war im vergangenen Jahr Gastgeber der Euro-Par.

Die Rechenleistung der Supercomputer beruhe auf dem gleichzeitigen Betrieb sehr vieler Prozessoren, die in der Lage seien, große mathematische Modelle und Datenmengen zu verarbeiten, erklärt Yahyapour. Dieses parallele Rechnen und das Nutzen von Clustern – einer Menge von Objekten mit ähnlichen Eigenschaften – sei daher heutzutage zentraler Bestandteil der Wissenschaft und Wirtschaft.

In Göttingen etabliert

Seit Jahrzehnten ist nach Angaben der Universität anwendungsorientiertes und interdisziplinäres Hoch- und Höchstleistungsrechnen, sogenanntes High-Performance Computing (HPC), in Göttingen etabliert. „Die Forschungseinrichtungen am Göttingen Campus sind in zahlreichen Kooperationen und im Bereich der IT-Infrastruktur vorbildlich vernetzt“, erklärt Yahyapour. „Die gemeinsame Nutzung von Hochleistungsrechnern ist ein wichtiger Teil solcher Kooperationen. Mit der Euro-Par setzen wir ganz bewusst auf den Brückenschlag zwischen HPC-Anwendern und der internationalen Forschungscommunity, um eine engere Zusammenarbeit zu fördern und Synergien zu ermöglichen."

Bereits 2014 baute die Göttinger Universität, als erste deutsche Uni, die eResearch-Alliance auf, die es Wissenschaftlern des Göttingen Campus ermöglicht, Unterstützung in Fragen der digitalen Infrastrukturen, dem Forschungsdatenmanagement und wissenschaftlichem Rechnen zu erfahren. Auch hier übernahmen die GWDG und die SUB die Leitung der Allianz.

Gemeinsames Rechenzentrum

Ein gemeinsames Rechenzentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) entsteht seit 2018. Das Rechenzentrum stelle nach Angaben der zuständigen Instanz GWDG allen beteiligten Einrichtungen zusätzliche Rechen- und Speicherkapazitäten für Forschung, Lehre, gemeinsames Arbeiten, Krankenversorgung und Administration zur Verfügung.

Gemeinsam mit dem Zuse-Institut Berlin ist die Universität Göttingen nach eigenen Angaben seit Herbst 2018 einer der beiden Standorte des neuen Supercomputers HLRN-IV des Norddeutschen Verbunds für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN-Verbund). Der Verbund ist in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vertreten.

Von Lisa Hausmann

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