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Göttingen Umbau des Ethnologie-Gebäudes beendet
Campus Göttingen Umbau des Ethnologie-Gebäudes beendet
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00:17 26.05.2017
Von Angela Brünjes
Quelle: jes
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Göttingen

Abteilungen des Instituts für Ethnologie waren bereits in dem 1885 erbauten Haus Theaterstraße 14 untergebracht. Nun wird das Gebäude, das nach etwa einem Jahr Bauzeit und für 1,1 Millionen Euro Baukosten von unten bis oben nach historischem Vorbild erneuert, komplett die Depeendance der Ethnologen.

Das neue Gebäude sei als Teil des Langzeitprojekts „Sanierung der Ethnologischen Sammlung“ zu sehen, betonte Prof. Roman Loimeier. Der Geschäftsführende Direktor des Instituts wies darauf hin, dass die Sammlung weltweit einzigartige Objekte berherbergt.

Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel sieht die Sammlung als Herzstück der 36 universitären Sammlungen. Auch Politiker Thomas Oppermann versicherte, dass er und seine Landtagskollegin Gabriele Andretta sich für die Sammlung weiterhin einsetzen.

Stadtvilla mit moderner Technik

Oppermann erinnerte an seine Initiative für einen Ethnologie-Neubau zusammen mit dem Architekten Jochen Brandi und dem damaligen Universitätspräsidenten Horst Kern. Nur zwei Wochen vor dem terminierten Spatenstich habe der Regierungswechsel im Niedersächsischen Landtag einen Strich durch die Rechnung gemacht. Oppermann, vor 14 Jahren niedersächsischer Wissenschaftsminister, nimmt seinem damaligen Nachfolger Lutz Stratmann (CDU) „heute noch übel“, dass dieser dem Neubau eine Absage erteilte.

Nun steht die vom Gebäudemanagement der Universität Göttingen unter der Leitung von Robert Förster mit dem Architekturbüro Gockel umgesetzte Sanierung für ein erreichtes erstes Etappenziel. Das Haus ist mit moderner Technik ausgestattet und hat neben dem einstigen Grundriss viele Attribute zu bieten, die es als Stadtvilla des 19. Jahrhunderts charakterisieren.

Alte Schmuckfenster, hölzerne Geländer oder ein freigelegter Wandspruch zeugen vom Baustil im Jahr 1885. Vieles davon ist wieder betont worden. Auch das Gebäude, dessen Fassade den ursprünglichen hellen Farbton erhalten hat, ist nun ein Hingucker am Wall. Universitätspräsidentin Beisiegel freute sich bei der Eröffnung des Hauses am Dienstag über die Wandlung zu einem neuen Schmuckstück der Universität.