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Göttingen Von A wie „Acht-Uhr-Vorlesung“ bis Z wie „ZHG“: Kleines Uni-Wörterbuch
Campus Göttingen

Uni Göttingen: Blauer Turm, SUB und ZHG – Wörterbuch für Studierende der Georg-August-Universität

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16:31 11.10.2021
D wie „Dies“, O wie „O-Phase“: Von A bis Z wartet die Uni Göttingen mit spannenden Aspekten des Studentenlebens auf.
D wie „Dies“, O wie „O-Phase“: Von A bis Z wartet die Uni Göttingen mit spannenden Aspekten des Studentenlebens auf. Quelle: Hinzmann (2) / Richter / Bürkner
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Göttingen

Nicht vieles im Leben ist bunter als das Uni-Leben. Doch viel Buntes bedeutet auch, dass viel Neues erst einmal kennengelernt werden muss. Was hat es mit dem „Dies“ auf sich? Welche Tätigkeiten kann man nur an der Uni ausüben? Warum gleicht der Campus in Zeiten ohne Pandemie des Öfteren mehr einem Marktplatz als einer Universität? Und wer ist eigentlich Willi? Einige Fragen beantworten wir in unserem kleinen Uni-ABC. Doch Vorsicht: Manche Antwort ist nur ganz gültig, wenn nicht gerade eine weltweite Pandemie das Uni-Leben bestimmt.

A wie

Acht-Uhr-Vorlesung: Ein Endgegner nach dem Kneipenabend. Zu überstehen für viele Studierende nur durch späteren Konsum einer >>Currywurst in der Mensa.

B wie

Blauer Turm: Heißt offiziell „Mehrzweckgebäude“, wird aber von niemandem so genannt. Das Hochhaus auf dem Zentralcampus (>>Hoch im Norden) hat seinen volkstümlichen Namen, der auch die nächstgelegene Bushaltestelle ziert, von seinen blau schimmernden Fensterscheiben.

Der Blaue Turm Quelle: Christina Hinzmann

C wie

Currywurst: Grundnahrungsmittel vieler Studierenden in den >>Mensen. In Kombination mit Pommes und Weißkrautsalat der Klassiker unter den Mensagerichten schlechthin.

D wie

Dies Academicus: Latein für „akademischer Tag“ und damit fernab von dem, was dieser Tag in der Realität ist. Jedes Jahr im Frühsommer – meist am Ausweichtermin, weil es am eigentlichen Termin gewittert – versammeln sich tausende Studierende am Hochschulsport, um sich in sportlichen Wettbewerben zu messen, den Grill anzuschmeißen und sich kühle Getränke einzuverleiben. Ab dem Nachmittag fallen die allermeisten Vorlesungen aus.

E wie

eCampus: Die so geliebte wie gehasste zentrale Online-Plattform für die Organisation des Studiums. Hier werden Dokumente aus Veranstaltungen hochgeladen, Mails geschrieben und >>Mensa-Speisepläne veröffentlicht.

F wie

FlexNow: Die entscheidende Funktion innerhalb des >>eCampus – hier werden Prüfungen angemeldet und Noten eingetragen.

G wie

Gänseliesel: Das „meistgeküsste Mädchen der Welt“ ist eine Bronze-Figur vor dem Alten Rathaus in der Innenstadt. Wer seinen Abschluss macht, darf es küssen – wer es zu früh küsst, macht keinen Abschluss. Tatsächlich dürfte das Gänseliesel nur einen kleinen Teil seiner 120-jährigen Existenz geküsst werden: Von 1926 bis 2001 galt ein Kuss-Verbot.

Das Gänseliesel Quelle: Swen Pförtner

H wie

Hoch im Norden: Nicht viele Universitäten sind so weit über das Stadtgebiet verstreut wie die Georg-August-Universität. Direkt nördlich der Innenstadt liegt der Zentralcampus. Hier sind vor allem die Geisteswissenschaften (>>Juristen) beheimatet. Der Nordcampus beherbergt hingegen die Naturwissenschaften – und dann liegen noch überall in der Innenstadt, drum herum und zwischen Z- und Nordcampus zahlreiche historische Gebäude, die ebenfalls der Universität gehören. Es empfiehlt sich ein >>Rundgang.

Der Nordcampus Quelle: Christina Hinzmann

I wie

Innenhöfe und andere versteckte Plätzchen: Manches Schmuckstück des Campus findet nur, wer sich von den belebten Ecken fort wagt. Der Innenhof des Theologicums etwa ist ein Hort der Ruhe, den kaum jemand kennt.

J wie

Juristen: Haben ebenso viele Eigenheiten wie alle anderen Studiengänge, über sie wird nur mehr geredet.

K wie

Klausurenphase: Wenn nach vier Monaten Vorlesungszeit plötzlich der >>Lernstress beginnt, liegt das an der Klausurenphase.

L wie

Lernstress: Entsteht durch unerwartete Ankunft der >>Klausurenphase. Viele Studierende bewältigen ihn beispielsweise durch exzessives >>Mensen oder lange Abende auf dem >>Willi.

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M wie

Mensen: Nicht nur der Plural von „Mensa“, sondern auch ein Verb, das den Besuch einer Mensa beschreibt. Tätigkeiten dabei umfassen Nahrungsaufnahme, längeren Austausch mit Kommilitonen und gestressten Aufbruch zur nächsten Vorlesung.

N wie

Nikoparty: Legendäre Feier im >>ZHG Anfang Dezember, bei der tausende feierwütige Studierende dem Göttinger Symphonie Orchester lauschen und die „Feuerzangenbowle“ zelebrieren.

Die Feuerzangenbowle Quelle: Niklas Richter

O wie

O-Phase: Einmaliges Erlebnis für jeden Ersti vor allem in Zeiten ohne Pandemie. Umfasst Kennenlernen von Kommilitonen, der Kneipenkultur Göttingens und der Funktionen des >>eCampus.

P wie

Professoren: Wie Lehrer, nur mit Ehrentitel, Hochschul-Lehrberechtigung und unzähligen Forschungsprojekten.

Q wie

Qualifikationen, Schlüssel-: Der Teil des Studiums, in dem alle Studiengänge (>>Juristen) gleich sind und in dem sich ganz neue Leidenschaften entdecken lassen. Zu finden im >>eCampus.

R wie

Rundgang: Lässt sich in der Realität ebenso angehen wie digital mithilfe eines interaktiven Lageplans der Universität.

S wie

SUB: Ausgeschrieben „Staats- und Universitätsbibliothek“. Bekannt für ihren beeindruckenden Bestand von rund 9 Millionen Büchern und ihre Drehtür, die manche Studierende zur Verzweiflung getrieben haben soll.

Die SUB Quelle: Peter Heller

T wie

Theater und mehr Kultur: Die Uni Göttingen bietet zahlreiche Möglichkeiten zur kulturellen Betätigung. Das Theater im OP (ThOP) lädt zum Schauspielern ein, das >>Unikino zeigt Filme im Hörsaal und das Kulturticket lässt Studierende an vielen Stellen in der Stadt Kultur für wenig Geld erleben.

Das ThOP Quelle: Niklas Richter

U wie

Unikino: Noch mehr Kultur, organisiert von Studierenden. Zeigt unter anderem die „Feuerzangenbowle“ bei der >>Nikoparty.

V wie

Verkaufsaktionen: Bisweilen gleicht der Campus mehr einem Marktplatz als einem Campus. Regelmäßig bieten hier Poster-, Bücher- oder Schmuckverkäufer ihre Ware feil und bieten so neben der >>Acht-Uhr-Vorlesung und dem >>Mensen einen weiteren Anlass zum Campus-Besuch.

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W wie

Willi: Kein Mensch, sondern ein Platz, der nach einem Menschen benannt ist: Auf dem Wilhelmsplatz (nach Wilhelm IV.) in der Innenstadt brummt an warmen Sommerabenden ohne Pandemie das Leben. Meist konsumiertes Getränk ist Bier aus umliegenden Kneipen, Bistros und Kioske.

X wie

Xenophil: Zu deutsch „fremdenfreundlich“ – eine gute Charaktereigenschaft an einer Universität, die das Etikett „international“ für ihre Studierendenschaft wahrlich verdient hat.

wie

Yin und Yang: Das Gute (>>Currywurst) und das Schlechte (>>Klausurenphase) liegen im Studentenleben immer nah beieinander.

Z wie

ZHG: Das Zentrale Hörsaalgebäude ist das Herzstück nicht nur das Zentralcampus, sondern der gesamten Universität. Hier gibt es die größten Hörsäle, die >>Nikoparty und den Glaskasten, an dem Studierende ihren Semesterausweis verlängern können.

Von Tammo Kohlwes