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Uni Göttingen: Forschungsgemeinschaft fördert Corona-Chronik für Indien

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13:08 25.06.2021
In Hyderabad injiziert eine Mitarbeiterin des Gesundheitswesens einer Frau bei einer Impfaktion auf einem Gemüsemarkt eine Dosis Corona-Impfstoff.
In Hyderabad injiziert eine Mitarbeiterin des Gesundheitswesens einer Frau bei einer Impfaktion auf einem Gemüsemarkt eine Dosis Corona-Impfstoff. Quelle: Mahesh Kumar A / dpa
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Göttingen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ein neues Projekt an der Universität Göttingen. Prof. Dr. Ravi Ahuja vom Centre for Modern Indian Studies der Universität erstellt eine „analytische Chronik“ der von der Pandemie verursachten Krise in Indien, teilte die Pressestelle der Universität mit. Die DFG unterstützt seine Arbeit ein Jahr lang mit 133 000 Euro.

Im Frühjahr habe eine Virusmutation die Infektions- und Mortalitätsraten in Indien erneut massiv ansteigen lassen. „Die engen Grenzen des postkolonialen Gesundheitswesens und Wohlfahrtssystems traten besonders deutlich hervor und ins Zentrum des politischen Prozesses“, heißt es in der Mitteilung.

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Pandemie hat zu schweren sozialen Erschütterungen geführt

Die bisherigen Stadien der Pandemie hätten zu schweren sozialen Erschütterungen geführt. Massenentlassungen in den Metropolen und die Rückkehr Hunderttausender Wanderarbeiter in ihre oft weit entfernten ländlichen Heimatregionen seien die Folgen. Ziel der Chronik (von Anfang 2020 bis Sommer 2021) sei es, „die Dynamik von sozialen Wahrnehmungen, Verhaltensweisen sowie der gegenläufigen Entwicklungen auf verschiedenen Ebenen zu erfassen“.

Ahuja werde Entwicklungen in der Sozialpolitik, Krisenverläufe in unterschiedlich strukturierten Regionen des Landes sowie Pandemieverläufe und Prozesse des Aushandelns von sozialen Leistungsansprüchen auf lokaler Ebene untersuchen, so die Universität. Die Forschungsergebnisse aus dem Centre for Modern Indian Studies sollen als Grundlage für eine tiefere historische Untersuchung der Wandlungen und Strukturen „sozialen Bürgerrechts“ im postkolonialen Indien dienen.

Von Stefan Kirchhoff