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Campus Göttingen Uni Göttingen nimmt an Strom-Forschungsprojekt teil
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15:48 23.07.2015
Stromleitungen und Windkraftanlagen dem Kohlekraftwerk in Mehrum (Niedersachsen).
Stromleitungen und Windkraftanlagen dem Kohlekraftwerk in Mehrum (Niedersachsen). Quelle: Heitmann
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Göttingen/Hannover

Untersuchungen von bisherigen Optimierungsmodellen hatten vor allem das Ziel, die Kosten zu minimieren und ließen den Aspekt der Nachhaltigkeit gänzlich außer Acht. Andere Systemanalysen berücksichtigten nur ausgewählte Netzgebiete und bezogen sich auf einzelne Verbrauchs- und Erzeugungstechnologien. Darüber hinaus existieren globale Modellansätze, die sich auf CO2-Emissionen beziehen und sich mit Verteilungseffekten durch die Energiewende beschäftigen. NEDS hat sich die Aufgabe gestellt, die Erkenntnislücken zu schließen und die Parameter speziell im Hinblick auf die Gegebenheiten des Landes Niedersachsen zu untersuchen. Ziel ist es, im Projekt unterschiedliche Szenarien mit Interessenvertretern aus Politik, Wirtschaft, Umwelt und Soziales sowie Verbrauchern zu diskutieren und zu analysieren. Erstmals sollen dabei auch Nachhaltigkeitskriterien Berücksichtigung finden.

 

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden dann einer multikriteriellen Bewertung unterzogen. „Mit den Methoden der multikriteriellen Entscheidungsunterstützung können sehr verschiedene Technologien im Hinblick auf mehrere Zielsetzungen untersucht werden. Damit können technische und ökonomische Aspekte simultan mit solchen der Nachhaltigkeit und der Akzeptanz berücksichtigt werden“, erklärt Prof. Jutta Geldermann von der Universität Göttingen. An dem Vorhaben sind unter der Federführung der Leibniz Universität Hannover auch die Technische Universität Braunschweig, die Universität Oldenburg, das Institut für Informatik Oldenburg und die Universität Göttingen beteiligt. In den nächsten vier Jahren werden sich die Wissenschaftler mit Szenarien und Entwicklungspfaden einer nachhaltigen Stromversorgung für das Jahr 2050 in Niedersachsen befassen. NEDS wird mit 2,5 Millionen Euro aus dem „Niedersächsischen Vorab“ der Volkswagen-Stiftung finanziert. jes

 

www.neds-niedersachsen.de