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Göttingen Universität Göttingen erforscht Weltordnungsvorstellungen in China
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Universität Göttingen erforscht Weltordnungsvorstellungen in China 

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14:59 06.11.2020
Dominic Sachsenmaier Quelle: r
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Göttingen

Die Universität Göttingen ist Teil des neuen Forschungsnetzwerkes „Welterzeugung („worldmaking“) aus globaler Perspektive: Ein Dialog mit China“. Dominic Sachsenmaier, Direktor des Ostasiatischen Seminars der Universität Göttingen, ist Co-Sprecher des Netzwerks und leitet das Teilprojekt „Vorstellungen von Weltordnung und ihre Trägergruppen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität. Erforscht werden sollen die Entwicklungen der Weltordnungsvorstellungen in China, dem Westen sowie anderen Weltregionen zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und der Gegenwart. Die Universität Göttingen erhält für einen Zeitraum von fünf Jahren eine Fördersumme von ungefähr 895 000 Euro. 40 Prozent dieser Summe werden nach einer Verlängerung Ende 2023 bereitgestellt.

Die Forscher wollen unter anderem der Frage nachgehen, inwieweit sich in Teilen Chinas und Europas miteinander verflochtene Rhythmen und Muster von Veränderungen in vorherrschenden Weltordnungskonzeptionen erkennen lassen. Neben wirtschaftlichen und politischen Machtkonstellationen auf globaler Ebene werde auch die Rolle von kulturellen Hegemonien (Produktion zustimmungsfähiger Ideen) und sozialen Bewegungen in Vorstellungen von Weltordnung thematisiert. „Das Projekt wird nicht nur vergleichend arbeiten, sondern insbesondere auch das Denken transnational vernetzter Gruppen untersuchen“, sagt Sachsenmaier.

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Für das Projekt arbeitet die Universität Göttingen mit der Freien Universität Berlin sowie der Universität Heidelberg zusammen und kooperiert mit internationalen Forschungseinrichtungen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit insgesamt rund vier Millionen Euro.

Von Ronja Heinemann