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Göttingen Universität Göttingen und K+S Kali gründen Forschungsinstitut
Campus Göttingen Universität Göttingen und K+S Kali gründen Forschungsinstitut
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19:35 04.11.2010
Neue Vertragspartner: Andres, Gransee, Figura und Prof. Bertram Brenig, Dekan der Agrarwissenschaftlichen Fakultät, (v.l.).
Neue Vertragspartner: Andres, Gransee, Figura und Prof. Bertram Brenig, Dekan der Agrarwissenschaftlichen Fakultät, (v.l.). Quelle: CH
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Mit dem IAPN (Institute of Applied Plant Nutrition) wollen die Vertragspartner die praxisorientierte Forschung auf dem Gebiet der Pflanzenernährung ausbauen. Damit, so Andres, „bietet sich die Möglichkeit, universitäre und anwendungsorientierte Forschung zu kombinieren.“ Für Andres geht es darum, das Problem der Welternährung zu lösen. Dazu wollen die Wissenschaftler am Institut beispielsweise erforschen, welchen Beitrag ein intelligentes Dünge-Management leisten kann und hierfür Lösungsansätze und Methoden entwickeln. Gleichzeitig wollen sie Lösungen für einen wirkungsvollen Wissenstransfer von der Forschung bis hin zum Landwirt finden, insbesondere für die Länder der sogenannten Dritten Welt.

Die Fakultät für Agarwissenschaften ist dabei, einen Wissenschaftler auf die anfangs für das Institut vorgesehene Juniorprofessur zu berufen. Figura geht davon aus, dass das IAPN im Sommersemester 2012 die Arbeit aufnimmt. Figura wie Prof. Elke Pawelzik, Fakultät Agrarwissenschaften, betonten, dass die Zusammenarbeit mit dem weltweit tätigen Unternehmen K+S auch Impulse für die Ausbildung der Studierenden ergebe, wie Themen für Bachelor- und Master-Arbeiten. Insgesamt, so Pawelzik, gebe es „hohe Erwartungen an dieses An-Institut“.

Das Ziel, die landwirtschaftlichen Erträge durch verbessertes Nährstoffmanagement zu steigern, formulierte Prof. Andreas Gransee, Leiter Landwirtschaftliche Anwendungsberatung der K+S Kali. Die Stresstoleranz von Pflanzen unter sich verändernden Klimabedingungen sei ebenso zu erhöhen wie für verbesserte Düngeempfehlungen an die Landwirte neue Verfahren zu entwickeln. „Dabei sollen die Ergebnisse schnell Eingang in die Lehre finden“, erklärte Gransee.

Das neue Institut werde eine organisatorisch und rechtlich selbständige Einheit, deren Träger die neu gegründete K+S-Tochterfirma „K+S An-Institutsverwaltungs GmbH“ mit Gransee als Geschäftsführer ist. Für das IAPN sind neben der Juniorprofessur, eine Doktorandenstelle und eine weitere Personalstelle vorgesehen. Startkapital und Forschungsmittel für konkrete Projekte kommen von dem Unternehmen.

Figura betonte, „Auftragsforschung ist nicht das Ziel“. Die Kooperation ergebe sich aus einer gemeinsamen Interessenlage und ermögliche der Georgia Augusta die Wiederbesetzung der beim Hochschuloptimierungskonzept (HOK) des Landes gestrichenen Professur. Das Fachgebiet Pflanzenernährung sei für die Fakultät von Bedeutung und habe eine große Tradition in Göttingen.

Von Angela Brünjes

Unternehmen

7800 Mitarbeiter sind für das Kasseler Kalibergbauunternehmen K+S KALI GmbH tätig, das in Deutschland sechs Produktionsstandorte hat. MIt Abbau und Aufbereitung heterogener Rohsalze, insbesondere magnesiumhaltiger Salze, dem Düngemittel-Verkauf sowie von Produkten für industrielle Anwendungen ist das Unternehmen weltweit der viertgrößte Produzent von Kaliumprodukten. jes