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12:45 06.05.2020
Die Universität Kassel profitiert vom Digitalpakt. Quelle: dpa
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Kassel

Das Präsidium der Universität Kassel begrüßt den Digitalpakt in Hessen, der am Donnerstag in einer virtuellen Konferenz vorgestellt wurde. Das zusätzliche Geld in Millionenhöhe werde die nordhessische Universität nutzen, um Abläufe in der Lehre, in der Forschung, aber auch in der Verwaltung weiter zu modernisieren, erklärten die Verantwortlichen.

Der Pakt sieht 112 Millionen Euro für die digitale Transformation der staatlichen hessischen Hochschulen vor, so heißt es in der Mitteilung des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK). „Es war gut und richtig, dass die Landesregierung 2019 entschieden hat, ein eigenes Digitalministerium zu gründen“, betont Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus. Wie viel Geld die Universität Kassel erhalten wird, steht noch nicht abschließend fest. Die Hochschule werde sie nutzen, um beispielsweise die Verarbeitung von Forschungsdaten den aktuellen Anforderungen an die Wissenschaft anzupassen und die klassische Präsenzlehre durch digitale Lehr- und Lernangebote zu ergänzen, so das Präsidium.

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„Zur rechten Zeit“

„Das Programm der Landesregierung kommt zur rechten Zeit“, lobte Präsident Prof. Reiner Finkeldey die Vereinbarung. „Wir hatten schon vor der Corona-Krise einen ambitionierten Fahrplan für eine umfassende Digitalisierung an unserer Universität. Die jetzige Sondersituation führt allen noch einmal die Bedeutung einer leistungsfähigen digitalen Umgebung vor Augen. Wir werden diese Zeit, in der wir viele gewohnte Abläufe in Forschung und Lehre auf digitale Formate umstellen, auch nutzen, um Erkenntnisse zu gewinnen, wie wir die Chancen des digitalen Wandels nachhaltig weiter nutzen.“

Finkeldey fügte hinzu: „Jetzt kommt es uns zugute, dass wir an unserem wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) schon vor vielen Jahren einen viel beachteten Forschungsschwerpunkt aufgebaut haben, der sich aus interdisziplinärer Perspektive mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Digitalisierung beschäftigt. Die Digitalisierung wird die Präsenz-Universität nicht ersetzen, denn Wissenschaft lebt vom Austausch. Aber sie wird Forschung und Lehre spürbar verändern.“

Mehrere Tausend Lizenzen

In die laufende Vorlesungszeit ist die Universität Kassel wie andere Hochschulen digital gestartet. Um die Rahmenbedingungen zu schaffen, hatte sie unter anderem mehrere Tausend Lizenzen für Video-Contentmanagementsysteme angeschafft, erläutert Universitätssprecher Sebastian Mense.

Auch für die Digitalisierung der Hochschulverwaltung steht zusätzlich Geld zur Verfügung, beispielsweise für die Einführung eines Dokumenten-Management-Systems und einer voll digitalisierten Rechnungslegung. „Wir haben mit der Digitalisierung von Verwaltungsabläufen schon vor einiger Zeit begonnen“, sagte Kanzler Dr. Oliver Fromm. „Dabei bilden wir nicht einfach bisherige Abläufe eins zu eins digital ab, sondern verbessern die notwendigen Prozesse. Letztlich dient die Digitalisierung dazu, der Forschung und der Lehre besseren Service zu bieten.“

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Von Ronja Heinemann