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Göttingen Universitätsmusiker präsentieren Werke von Mendelssohn Bartholdy
Campus Göttingen Universitätsmusiker präsentieren Werke von Mendelssohn Bartholdy
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00:17 11.07.2018
Auftritt des Universitätsorchesters und Universitätschors unter der Leitung von Ingolf Helm. Quelle: Vera Wölk
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Göttingen

Bei der Programmzusammenstellung hatte der Akademische Musikdirektor Ingolf Helm, der Chor und Orchester leitet, unter anderem ein Stück ausgewählt, dass er schon immer einmal präsentieren wollte. Dies war von Felix Mendelssohn Bartholdy „Psalm 42 Wie der Hirsch schreit“. Für dieses Stück ist nach Angaben von Jens Wortmann, der mit verantwortlich für das Management des Orchesters ist, ein voll besetztes Orchester notwendig, weshalb es schwierig aufzuführen sei. „Aber hier beim Universitätsorchester haben wir die Möglichkeit dazu“, sagte Wortmann.

Das Werk entstand in den Jahren 1837 und 1838. Uraufgeführt wurde das Stück am 1. Januar 1838 im Leipziger Gewandhaus. Auch wenn es sich bei dem Werk um die Vertonung des 42. Psalms aus der Bibel handelt, so war es Mendelssohn Bartholdy nach Angaben des Göttinger Universitätsorchesters wichtig, dass es nicht nur in Kirchen, sondern auch bei Konzerten an anderen Orten zur Aufführung kommt.

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60 bis 80 Bewerber pro Semester

Unter den Zuhörern, in der nahezu ausverkauften Aula der Universität befanden sich auch zahlreiche Familienangehörige der Mitwirkenden, die zum Teil eine weite Anreise auf sich genommen hatten, um beim Auftritt der Studierenden dabei sein zu können. „Die Studenten finden sich jeweils zu Beginn eines Semesters zusammen, um gemeinsam zu singen oder Musik zu machen“, berichtete Wortmann. Schön sei, dass es jedes Mal zahlreiche Bewerber gebe, die Interesse hätten mitzumachen. „Beim Chor sind es meistens so zwischen 60 und 80 junge Menschen, die zum Vorsingen kommen“, sagte Wortmann, der auch selbst im Chor mitsingt. Durch das große Interesse sei es oftmals auch möglich das Orchester komplett mit Studenten voll zubekommen. „Bei den etwa zwölf Proben im Semester herrscht immer eine gute Stimmung“, berichtete Wortmann. Er selbst sei beeindruckt von dem Engagement, mit dem die Studierenden dabei seien.

Während des Konzertes konzentrierten die Musiker sich und blickten bei kleinen Unsicherheiten immer wieder zu Helm. Die Soloparts in den Stücken hatten die beiden Sopransängerinnen Theresa Sommer und Sophia Körber sowie der Tenor Alexander Tremmel. Während Körber im Psalm 42 den Solopart innehatte. Hatten Sommer und Tremmel ihren Auftritt nach der Pause, dessen Ende traditionell von den Hornbläsern des Orchesters verkündet wurde.

Der Lobgesang Mendelssohns Bartholdys, der 1840 entstand, gliedert sich in zwei Teile. Diese Teilung war ein häufiger Kritikpunkt an dem Werk, das dadurch nicht zu einer Einheit werde. Nach Angaben des Universitätsorchesters kann diese Teilung aber als eine Stärke des Lobgesangs angesehen werden, da dies die Entwicklung des Christentums darstelle.

Die Zuhörer verfolgten gebannt den Auftritt der Musiker und konzentrierten sich auf jeden Ton der Stücke, zu denen auch noch die Ouvertüre „Die Hebriden“ zählte. Auch wenn von den jungen Musikern nicht immer jeder Ton getroffen wurde, so spendete ihnen das Publikum doch langanhaltenden Applaus für ihren Auftritt. Im Wintersemester werden die Musiker und Sänger für Giuseppe Versis „Messa di Requiem“ proben. Die Konzerte dazu sollen Anfang Februar stattfinden.

Von Vera Wölk

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