Unterstützung für Gründer mit Migrationshintergrund: Projekt „MIGOEK“ zieht erste Bilanz
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Göttingen Unterstützung für Gründer mit Migrationshintergrund: Projekt „MIGOEK“ zieht erste Bilanz
Campus Göttingen Unterstützung für Gründer mit Migrationshintergrund: Projekt „MIGOEK“ zieht erste Bilanz
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09:00 24.02.2020
Das Projekt „MIGOEK – Migrantische Ökonomie für ländliche Regionen“ soll Gründungsinteressierten mit Migrationshintergrund den Zugang zu Informationen und Schlüsselpersonen erleichtern. (Symbolbild) Quelle: r
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Holzminden/Göttingen

Das Projekt „MIGOEK – Migrantische Ökonomie für ländliche Regionen“ soll Gründungsinteressierten mit Migrationshintergrund den Zugang zu Informationen und Schlüsselpersonen erleichtern. Nach drei Jahren Laufzeit zieht das Projektteam der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) unter Leitung von Prof. Leonie Wagner (Holzminden) und Prof. Jörg Lahner (Göttingen) erste Bilanz. Trotz erster Erfolge sehen die Verantwortlichen noch Weiterentwicklungsbedarf.

„Wir konnten mit den Projektpartnern einerseits viel erreichen. So hat eine Sensibilisierung in den beteiligten Landkreisen stattgefunden. Andererseits sind drei Jahre zu wenig, um tatsächlich nachhaltige Strukturen zu verankern“, erklärt Wagner. Für die drei beteiligten Landkreise Cloppenburg, Holzminden und Werra- Meißner seien Angebote entwickelt worden, mit denen die Beratungs- und Unterstützungsstrukturen verbessert werden sollen.

Angebote oft nicht bekannt

„In ländlichen Räumen wird oft davon gesprochen, dass ‚man sich kenne‘, sodass Zugänge zu Personen und Informationen angeblich einfacher und bekannt sind. Unsere Befragungen konnten das so in unserer Zielgruppe nicht bestätigen“, sagt Lahner. Es gebe vielfältige Angebote für Existenzgründungsberatungen einerseits und Integration andererseits, die aber bei Ratsuchenden und auch untereinander nicht bekannt seien. Durch die drei Säulen „Informieren, vernetzen und weiterbilden“ soll die Beratungssituation verbessert werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben im Rahmenprogramm Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA), Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ seit April 2017 für drei Jahre mit rund 450 000 Euro.

Von Lisa Hausmann