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Göttingen Vierte „Nacht des Wissens“ vorgestellt
Campus Göttingen Vierte „Nacht des Wissens“ vorgestellt
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17:07 15.01.2019
Stefan Weller (UMG-Pressesprecher), Benjamin Bühring (Öffentlichkeitsarbeit der Uni, Gesamtkoordination), Prof. Ulrich Christensen (Direktor Max-Planck-Institut für Sonnenforschung), Prof. Ulrike Beisiegel (Uni-Präsidentin) und Prof. Frank Albe (Präsident der PFH Private Hochschule Göttingen, v. l.) stellen die vierte Nacht des Wissens vor. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Die Präsidentin der Universität Göttingen, Prof. Ulrike Beisiegel, hat gemeinsam mit Vertretern der Partnereinrichtungen das Programm der „Nacht des Wissens“ vorgestellt. Bei der vierten Auflage der Veranstaltung am Sonnabend, 26. Januar, können Besucher unter anderem eine Nachbildung des „ExoMars Rovers“ bestaunen und mit einem 3D-Anatomiemodell den menschlichen Körper untersuchen.

Bei der vierten „Nacht des Wissens“ am Sonnabend, 26. Januar, können Besucher, wie hier im Zentralen Hörsaalgebäude, die Welt der Wissenschaft erleben. Quelle: r

Es gebe 370 individuelle Veranstaltungen an 25 Standorten, sagte Beisiegel. „Man kann fast über jedes Wissensfeld etwas erfahren.“ Die 13 Fakultäten der Universität bieten mit Vorträgen, Experimenten und Mitmachaktionen Einblicke in ihre Arbeit an. Ansprechen solle die „Nacht des Wissens“ dabei alle Altersgruppen, meinte die Universitätspräsidentin. „So ab drei Jahren kann man schon irgendwas finden. Nach oben hin sind nur die Grenzen der Mobilität gesetzt.“

„Leicht verdauliche Häppchen“

Allein im Zentralen Hörsaalgebäude werden 92 Veranstaltungen angeboten. So gibt es unter anderem einen Science Slam und eine Vorführung mit einer mobilen Planetariumskuppel. „Das Gute ist, dass es leicht verdauliche Häppchen sind“, erläuterte Beisiegel. „Also man muss sich nicht gleich jedes Mal eine Stunde irgendwo hineindenken, sondern man kann auch mal entspannt etwas machen, das einfach nur Spaß macht.“

Außer den Fakultäten beteiligen sich unterschiedliche Partnereinrichtungen wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das Deutsche Primatenzentrum, die Private Fachhochschule Göttingen (PFH) und fünf Max-Planck-Institute (MPI) an der Veranstaltung. 37 einzelne Programmpunkte fänden am MPI statt. „Neu wird zum Beispiel ein Eins-zu-Eins-Modell des ExoMars Rovers sein, den die ESA im nächsten Jahr zum Mars starten will“, erzählte MPI-Direktor Prof. Ulrich Christensen. „Unser Institut ist auch mit einem sehr wichtigen Instrument auf diesem Rover beteiligt.“

Mit einer mobilen Planetariumskuppel können Besucher das Universum betrachten. Quelle: r

Sartorius und Freigeist neu dabei

Neu als Partnereinrichtung dabei ist Sartorius. Auf ihrem Campus können Besucher ihren eigenen Fingerabdruck wiegen, über ein Zellanalysegerät verfolgen, wie Tumorzellen zerstört werden, und mittels Pipetten und Filtern Farbstoffe aus Orangenlimonade ziehen. „Das spannendste ist das ’perfekte Mikrowellenpopcorn’“, fand der Sartorius-Sprecher Timo Lindemann. Bei unterschiedlichen Zeit- und Temperatureinstellungen soll getestet werden, wann die Maiskörner aufploppen. Mit einer Datenanalyse-Software soll dann das beste Popcorn ermittelt werden.

Auch im neuen Hotel Freigeist am Groner Tor können Besucher in diesem Jahr Wissenschaft erleben. „Das ist ein Partner, der zwar nicht formaler Partner des Campus’ ist, aber sich auch das Wissen auf die Fahnen geschrieben hat“, bemerkte Beisiegel.

Bei der „Nacht des Wissens“ können Besucher auf dem Sartorius Campus mit Hilfe von Pipetten und Filtern Farbstoffe aus Orangenlimonade ziehen. Quelle: r

Selbst sezieren am 3D-Anatomietisch

Im Universitätsklinikum soll der Bogen vom Labor zum Patienten gespannt werden, erzählte Stefan Weller, Sprecher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). „Wir haben Angebote aus der Grundlagenforschung bis hin zu der Anwendung in der Krankenversorgung.“ In diesem Jahr können Besucher zum Beispiel selbst an einem 3D-Anatomie-Tisch sezieren und sich ein fünf Meter langes und zwei Meter hohes, begehbares Ohrmodell ansehen. Im Eingangsbereich ist wieder der Operationsroboter „Da Vinci“ zu sehen.

Für einige Führungen und Vorträge in Räumen bittet die Universität Interessierte um Anmeldung. „Ich bin letztes Mal fast selber nicht rein gekommen“, sagte Beisiegel.

25 000 Wissbegierige hatten im vergangenen Jahr die „Nacht des Wissens“ besucht. Auch in diesem Jahr erwarte die Universität 20 000 bis 25 000 Besucher, sagte Beisiegel. „Die Zeit und die Mühe, die von den Mitarbeitern hineingesteckt wird, lohnt sich. Wenn ich wieder so viele glänzende Augen sehe, wie beim letzten Mal, dann bin ich auch zufrieden.“

Benjamin Bühring (Öffentlichkeitsarbeit der Uni, Gesamtkoordination), Prof. Ulrich Christensen (Direktor Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung), Prof. Ulrike Beisiegel (Universitätspräsidentin), Prof. Frank Albe (Präsident der PFH Private Hochschule Göttingen) und Stefan Weller (UMG-Pressesprecher, v. l.) stellen das Programm vor. Quelle: Niklas Richter

Die vierte „Nacht des Wissens“ startet am Sonnabend, 26. Januar, um 17 Uhr. Bis Mitternacht finden am Zentralcampus, in der Göttinger Innenstadt, am Campus des Universitätsklinikums, am Nordcampus, bei der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), auf dem Sartorius Campus und in der Weststadt Veranstaltungen statt. Der Eintritt ist kostenlos. Das Programm kann online unter www.ndw.uni-goettingen.de abgerufen werden; dort erfolgt in bestimmten Fällen auch die Anmeldung. Mehr Informationen zum Programm finden Sie auch in unserer aktuellen Beilage.

Von Norma Jean Böger

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