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Göttingen Wegen Corona: Uni Göttingen startet überwiegend digital ins Sommersemester
Campus Göttingen Wegen Corona: Uni Göttingen startet überwiegend digital ins Sommersemester
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12:21 06.05.2020
Leerer Campus: Die Uni Göttingen startet digital ins Sommersemester. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Ohne Präsenz und zunächst überwiegend in digitaler Form wird der Lehr- und Prüfungsbetrieb im Sommersemester am Montag, 20. April, an der Universität Göttingen wieder aufgenommen. Dies hat das Präsidium der Universität beschlossen und sich damit an der Kultusminsterkonferenz orientiert, die sich in der vergangenen Woche für einen deutschlandweit einheitlichen Semesterstart ausgesprochen hatte. Darüber hinaus ist die Universität auch dabei, sich auf einen reduzierten Präsenzbetrieb in Lehre, Forschung und Verwaltung vorzubereiten. Am Mittwochvormittag sind Beschäftigte und Studierende per Mail über diese Entscheidung informiert worden.

Nicht alle Lehrformate würden sich zur Digitalisierung eignen, heißt es in der Mitteilung, aber dennoch sei es gelungen, rund 80 Prozent der Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2020 digital anzubieten. Die Verantwortlichen seien sich darüber bewusst, dass digitales Lehren, Lernen und Prüfen aus den verschiedensten Gründen nicht für alle Beteiligten gleichermaßen leicht zugänglich sei. Man bemühe sich, bei allen weiteren Planungen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und etwaigen Hindernisse Rücksicht zu nehmen.

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Umfangreiche Informationen

Alle Studierenden werden gebeten, sich über die gängigen Anmeldesysteme (StudIP, ZESS-Kurse, FlexNow etc.) für die Veranstaltungen, die im Sommersemester 2020 belegt werden sollen, einzutragen. In der kommenden Woche werde dann seitens der Universität darüber informiert, ob und wie die jeweiligen Veranstaltungen stattfinden.

Darüber hinaus haben die Lehrenden die Aufgabe, sich darauf einzustellen, den Studierenden die wichtigsten Informationen zu ihren Lehrveranstaltungen im StudIP zur Verfügung zu stellen. Diese werden zeitgleich mit einer eigenen E-Mail über die Situation informiert.

Auch der Prüfungsbetrieb wird wieder anlaufen, wie die Aufnahme der Lehre, am 20. April. Zwischen Ankündigung und Durchführung einer Prüfung oder Studienleistung müssen mindestens 14 Tage liegen. Für Organisation und Benachrichtigung sind die Fakultäten zuständig. In speziellen Fällen ist es auch möglich, dass mehr Zeit gewährt wird. Dies ist abhängig davon, unter welchen Umständen eine Prüfungsvorbereitung stattfinden kann, wenn beispielsweise Bibliotheken oder andere Infrastrukturen dazu notwendig sind. Derzeit wird von den Verantwortlichen geprüft, unter welchen Bedingungen zentrale und dezentrale Lern- und Arbeitsflächen wieder genutzt werden können.

Beeindruckendes Engagement

„Trotz der großen Herausforderungen, vor die uns die Corona-Pandemie stellt, werden wir uns bemühen, das Semester so reibungslos wie möglich zu gestalten. Das Präsidium ist den Fakultäten, der Verwaltung, den Lehrenden und nicht zuletzt den Studierenden-Vertreterinnen und Vertretern zu größtem Dank verpflichtet. Sie haben in den vergangenen Wochen mit beeindruckendem Engagement und enormer Energie an kurzfristig umsetzbaren Lösungen gearbeitet. Das gilt besonders für die Arbeitsgruppe, die den Semesterbeginn vorbereitet hat. Dennoch werden wir in den kommenden Wochen noch manches nachbessern und improvisieren müssen, und es wird Geduld und gegenseitige Rücksichtnahme erfordern, die Probleme einvernehmlich zu lösen“, sagten Uni-Präsident Prof. Reinhard Jahn und Vizepräsidentin Prof. Andrea Bührmann.

Infektionsschutzmaßnahmen erarbeitet

Die Universität Göttingen hat Infektionsschutzmaßnahmen für den reduzierten Präsenzbetrieb erarbeitet, die seit Dienstag, 7. April, gültig sind. Mit den aktuellen Vorkehrungen möchte die Universität dazu beitragen, eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen und die Sicherheit aller durch präventives Handeln zu schützen.

Allgemeine Verhaltensregeln:

1. Personenkontakt soweit möglich vermeiden

2. Das Tragen von Mund- und Nasenschutz wird empfohlen

3. Hygieneregeln beachten Hinweise zu Hände-, Nies- und Hustenhygiene)

4. Körperkontakt durch Händeschütteln vermeiden

5. Für ausreichende Lüftung der Arbeitsräume sorgen (regelmäßig lüften)

6. Pausenzeiten allein verbringen, am besten im Freien. Mahlzeiten getrennt von anderen Personen einnehmen. Pausenzeiten staffeln.

7. Schnelles Melden von Infektionen und Kontakten mit infizierten Personen.

8. Personen mit Krankheitssymptomen (insbesondere Erkältungen) dürfen die Einrichtungen der Universität nicht betreten.

9. Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet nach Robert-Koch-Institut (RKI) aufgehalten haben, dürfen die Einrichtungen der Universität nicht betreten.

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Von Verena Schulz und Vicki Schwarze

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